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Sozialhilfe auf dem Weg zur Vernetzung

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Die in der Pfarreiseelsorge Tätigen werden tagtäglich an der Pfarrhaustür, auf Hausbesuchen oder in Einzelgesprächen mit Sozialproblemen konfrontiert. Es gehört auch zur Aufgabe der Kirche, Menschen dort zu helfen, wo der Alltag sie überfordert. Für diese Hilfestellung stehen in Deutschfreiburg verschiedene kirchliche Strukturen zur Verfügung. Sie standen im Zentrum der Dekanatsversammlung der hauptamtlich in der Seelsorge Tätigen Deutschfreiburgs von vergangener Woche im Bildungszentrum Burgbühl, St. Antoni.

Vinzenzkonferenzen
leisten unbürokratisch Hilfe

Fast in jeder Pfarrei besteht eine Vinzenzkonferenz oder ein Vinzenzverein, die sich zum Ziel gesetzt haben, innerhalb ihrer Pfarrei Menschen in finanziellen Notlagen zu helfen und allenfalls auch seelisch-moralisch zu unterstützen und zu begleiten.

Als Vertreter der Deutschfreiburgischen Vinzenzgemeinschaften erläuterten Markus Jungo, Präsident des Ortsrates der Vinzenzkonferenzen Deutschfreiburgs, und Josef Jungo, Präsident des Vinzenzvereins Düdingen, kurz die Aufgaben ihrer Organisation und äusserten anschliessend vor allem ihre Anliegen. So sei es für sie manchmal schwierig, überhaupt Kenntnis zu erhalten von notleidenen Menschen innerhalb ihres Wirkungskreises. Die Tendenz zu Anonymität nehme zu und das strenge Datenschutzgesetz verhindere Vieles.
Beide betonten den spontanen, unbürokratischen Charakter ihrer Dienstleistung. Darin liege die grosse Stärke der Vinzenzkonferenzen gegenüber Angeboten der öffentlichen Hand. Sie wünschen sich von Seiten der Seelsorge mehr Informationen und ansonsten eine nicht zu starke Reglementierung, um den spontanen Charakter ihrer Hilfeleistungen aufrechterhalten zu können.

Caritas will Diakonie
in den Pfarreien stützen

Eine andere, für den ganzen Kanton Freiburg angelegte kirchliche Sozialinstitution, ist die Caritas Freiburg. Seit gut einem Jahr wieder mit einem Büro in der Stadt Freiburg präsent, kommt die Caritas dort zum Einsatz, wo die öffentliche Hand aufgrund ihrer gesetzlichen Vorschriften nicht mehr tätig ist. Ilse-Marie Cottier und Florence Butty, beide teilzeitlich bei Caritas Freiburg angestellt, erläuterten den Seelsorgerinnen und Seelsorgern, was die Stelle bis jetzt leisten konnte und welches ihre mittel- und langfristigen Ziele sind.

Ein grosses Anliegen dieser überregionalen Hilfsorganisation, die sich noch in der Aufbauphase befinde und mit einem Minimum an finanziellen Mitteln auskommen müsse, sei die Vernetzung der kirchlichen Hilfsangebote im Kanton. Deshalb habe die Caritas in der Person von Florence Butty jemanden für die Projektarbeit in den Bezirken angestellt. Pfarreien und ortsansässige Hilfsgruppen könnten in Zukunft von dieser Stelle profitieren, in dem sie bei geplanten Projekten mit Unterstützung und Begleitung von Seiten der Caritas rechnen dürften.
An die Anwesenden richtete die Caritas den Wunsch – wie in der Behindertenseelsorge bereits verwirklicht – die Bestimmung eines Zuständigen für Fragen der Sozialhilfe in jeder Pfarrei. So liesse sich ein Netzwerk besser aufbauen und koordinieren.
Die Seelsorgerinnen und Seelsorger äusserten den Wunsch nach einem umfassenden Nachschlagewerk mit Adressen von Hilfsstellen für alle spezifischen Probleme, mit denen sie im Seelsorgealltag konfrontiert werden. Nützlich wäre ihnen auch ein Flyer mit Telefonnummer und Öffnungszeiten des Caritasbüros in Freiburg.

Haus der Gesundheit –
ein ganz konkretes Hilfsangebot

Nicht selten holen Menschen, die in einer Lebenskrise stecken, Hilfe in der Seelsorge. Ein ganz konkretes Hilfsangebot für solche Menschen, könnte in Zukunft das in Deutschfreiburg geplante «Haus der Gesundheit» sein.

Es versteht sich als Alternative zur Psychiatrischen Klinik in Marsens. Wie Therese Hofer, eine der Initiantinnen, ausführte, sollen in diesem Haus sieben Menschen stationär für die Dauer von höchstens drei Monaten aufgenommen werden und mit ganzheitlichen, alternativen, aber auch herkömmlichen Heilmethoden behandelt werden.
Gearbeitet werde mit internen Fachleuten, es würden bei Bedarf aber auch Experten von Aussen einbezogen. So wünscht sich Therese Hofer für das Haus der Gesundheit eine «Hausseelsorgerin oder einen Seelsorger» für jene, die auch eine seelsorgerliche Begleitung beanspruchen möchten. Ende Jahr hoffen die Initiantinnen die ersten Hilfesuchenden aufnehmen zu können. Eine grosse Herausforderung diese Projektes ist die Finanzierungsfrage. Diesbezüglich erhofft man sich auch Unterstützung von Seiten der Seelsorge und der Pfarreien Deutschfreiburgs.

Kirchentagung und Begegnungsnacht für Jugendliche

Das Bistums-Projekt AD 2000 kommt in die Endphase; am 4. Juni findet es seinen offiziellen Abschluss mit dem grossen Bistumsfest in Freiburg. Als Verantwortlicher für das Dekanat Deutschfreiburg informierte Rolf Maienfisch über die Höhepunkte im Prozess AD 2000. Am kommenden 11./12. Februar wird im Bildungszentrum Burgbühl wiederum eine Deutschfreiburger Kirchentagung stattfinden. Auch dort werden die Inhalte von AD 2000 im Zentrum stehen.

Am kommenden 7. und 8. April findet unter dem Titel «Out of the Dark – Into the Light» für die Jugendlichen Deutschfreiburgs eine Begegnungsnacht statt. «Wir werden in der Unterstadt den dunklen Seiten des menschlichen Lebens begegnen. Menschen sind bereit, uns an einer schwierigen Phase ihres Lebens teilhaben zu lassen», so Pfarrer Francis Ducrey, Mitorganisator, über ein Angebot dieser Begegnungsnacht. Organisiert wird der Anlass durch eine Untergruppe der Kantonalen Kommission für Berufungen.

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