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«Sozialismus pur»

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1:12  Gastkolumne in der FN-Ausgabe vom 7. November

 Die 1:12-Initiative verleitet selbst Gastkolumnisten der FN, politisch Stellung zu nehmen und der Leserschaft mitzuteilen, was Gerechtigkeit ist. Aufgrund der Lohn-Exzesse einiger wenige soll in Zukunft der Staat es richten und die Wirtschaft bevormunden.

Bloss, was ist Gerechtigkeit? Gibt es ein solches objektives Phänomen wie Gerechtigkeit überhaupt oder ist Gerechtigkeit immer eine subjektive Einschätzung? Aus der Gastkolumne in den FN könnte man die Schlussfolgerung ziehen, dass die Schwächsten der Massstab für die Gerechtigkeit sind. Entspringt die Sucht nach Gleichmacherei vielleicht dem Sozialneid? Möchte man ganz einfach auch etwas mehr haben als man hat? Sollen in Zukunft alle weniger bekommen, weil dann die eigene Situation etwas erträglicher wird? Dies, obwohl es den allermeisten in unserer Gesellschaft so gut geht wie noch nie! Soll die Gleichmacherei nicht nur im Bereich der Saläre gelten? Will man in allem Uniformität, weil es eine Diskriminierung ist, wenn nicht alle gleich sind?

Ist es also gerecht, dass einige im Beruf mehr finanzielle Risiken eingehen müssen als zum Beispiel ein Lehrer?

Ist es gerecht, wenn einige weniger Ferien im Jahr haben als zum Beispiel Lehrer?

Ist es gerecht, wenn einige im Beruf nur bestehen können, wenn sie auf dem Markt reüssieren, andere jedoch ein Berufsleben lang ohne Konkurrenzdruck und ohne den Marktkräften ausgesetzt zu sein bestehen können?

Ist es gerecht, wenn einige bereits mit 60 in Pension gehen können und kaum eine finanzielle Einbusse in Kauf nehmen müssen?

Ist es gerecht, wenn der Steuerzahler bei einer Unterdeckung der Pensionskasse für das Staatspersonal die Differenz hinblättern muss, ein Unternehmer jedoch ganz allein dafür besorgt sein muss, im Alter ein Auskommen zu haben?

Sagt da jemand, ich sei neidisch auf die Lehrer? Vielleicht ja. Vielleicht entspringt das Gerechtigkeitsgefühl tatsächlich dem Neid; denn der oberste Grundsatz der Gerechtigkeit lautet bekanntlich: Allen das Glück. Womöglich wird der «Gerechte» selbst ungerecht durch seine Selbstgerechtigkeit?

Die 1:12-Initiative tritt mit dem Vorsatz an, die Menschen zu beglücken und alle lohnmässig gleicher zu machen. Sozialismus pur! Durch die Annahme der Initiative wären wir auf dem besten Weg, zu einer Sowjetunion mit einem vermeintlich menschlichen Antlitz zu werden. Dies können wir nicht wirklich wollen, daher durchschauen wir diese Mogelpackung und legen ein Nein in die Urne. Überlassen wir die Lohnpolitik denjenigen, welche die Löhne zu bezahlen haben, nämlich den Besitzern von Betrieben.

 

«Entspringt die Sucht nach Gleichmacherei vielleicht dem Sozialneid?»

 

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