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SP Sense stellt sich quer zur kantonalen SP

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«Die SP Sense distanziert sich vom Vorschlag der kantonalen SP, wonach die zwei Standorte der Akutspitäler nur im französischsprachigen Kantonsteil vorgesehen sein sollen»: So wehrt sich die SP Sense gegen den Kurs der Freiburger SP.

Akutstandort Tafers

Die Kantonalpartei hatte letzte Woche vor den Medien ihre Strategie rund um die Abbaupläne des Freiburger Spitals HFR bekannt gegeben. Die Kantonalpartei will zwei Akutspitäler erhalten–eines in Freiburg und eines in Riaz. Für deutschsprachige Patientinnen und Patienten könnte am Standort Freiburg eine eigene Abteilung aufgebaut werden, hiess es.

Das ist der SP Sense in den falschen Hals geraten: Sie will, dass der Standort Tafers weiterhin als Akutspital betrieben wird, und nicht Riaz. Die Freiburger SP «berücksichtigt die Anliegen des deutschsprachigen Kantonsteils ungenügend», schrieb die Bezirkspartei gestern in einer Mitteilung.

«Im Norden und im Süden»

Das sei kein Frontalangriff auf die Kantonalpartei, sagt Olivier Flechtner, Präsident der SP Sense, den FN. Er habe im kantonalen Parteivorstand die Anliegen der Deutschsprachigen eingebracht. «Wir haben auf die Problematik der Sprache hingewiesen.» Die offizielle Stellungnahme der SP habe er dann erst in der Zeitung gesehen. «Warum am Schluss die Anliegen der Deutschsprachigen nicht aufgenommen wurden, weiss ich nicht.»

Kantonalpräsident David Bonny–er lebt in Prez-vers-Noréaz und spricht Französisch–betont gegenüber den FN, die SP Freiburg wolle mindestens zwei Akutspitäler erhalten, «eines im Norden und eines im Süden, das scheint uns logisch zu sein». Wenn aber die Möglichkeit bestehe, auch Tafers weiterhin als Akutspital zu betreiben, sei dies umso besser. «Die Diskussion ist zurzeit sehr offen.» Dass nun die SP Sense in einer Medienmitteilung der Kantonalpartei widerspricht, störe ihn nicht. «Wir führen eine Debatte, das ist gut.»

Deutsche Pflege

Die SP Freiburg habe auch kein Sprachenproblem, sagt Bonny. Seiner Partei sei die Sprachenfrage sehr wichtig. «Und wir wollen, dass deutschsprachige Patientinnen und Patienten auf Deutsch betreut und gepflegt werden.» Darum habe die Kantonalpartei auch den Vorschlag gemacht, am Standort Freiburg eine deutschsprachige Abteilung aufzubauen.

Die SP Sense kann mit diesem Vorschlag nicht viel anfangen. «Eine deutschsprachige Abteilung am Standort Freiburg ist eine vermutlich uninteressante Option», heisst es in ihrer Mitteilung. Um eine solche Abteilung rund um die Uhr betreiben zu können, müsste sie über genügend deutschsprachiges Personal verfügen, und die Infrastruktur müsste ausgebaut werden.

Symptomatisch für Debatte

Flechtner sieht die Diskussion innerhalb der SP als symptomatisch für die Diskussion rund um die Sparideen des Freiburger Spitals: «Die Frage der Sprachregionen wird allgemein nur ungenügend berücksichtigt, und das seit Beginn der Diskussionen.» Laut Flechtner müssten nicht nur wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt werden, sondern auch sprachliche, regionale und verkehrspolitische. «So kann jemand von Plaffeien aus nicht einfach in ein Spital in Bern ausweichen, wenn er kein Auto hat.»

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