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SP und CVP möchten keinen zweiten Wahlgang

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Kein Freiburger Ständeratskandidat hat das absolute Mehr erreicht, die vier besten Kandidaten könnten sich also im zweiten Wahlgang am 8. November präsentieren (siehe blauer Kasten). «Wir hoffen, dass die SVP und die FDP weise sind und darauf verzichten», sagt Benoît Piller, Präsident der Freiburger SP. Gleich sieht es der Präsident der Freiburger CVP, André Schoenenweid: «Die Resultate sind klar, CVP und SP sind deutlich voraus.» Auch Piller denkt, dass sich die Freiburger Bevölkerung klar für das «bewährte Duo SP/CVP» ausgesprochen habe, genauso wie für eine Vertretung beider Sprachregionen.

Die Parteipräsidenten der dritt- und viertplatzierten Kandidaten, Didier Castella von der FDP und Roland Mesot von der SVP, wollen jedoch nicht gleich klein beigeben: «Jacques Bourgeois hat sehr gut abgeschnitten. Und bei einem zweiten Wahlgang werden die Karten neu gemischt», sagt Didier Castella. Entschieden sei noch nichts. Am Dienstagabend werde sich der Zentralvorstand der FDP treffen und die «Feinanalyse» durchführen.

Auch der Zentralvorstand der SVP wird am Dienstagabend entscheiden, ob sie in den zweiten Wahlgang will, oder ob sich ihr Kandidat Emanuel Waeber zurückzieht. Klar ist, dass ein zweiter Wahlgang für FDP und SVP nur Sinn macht, wenn sich die beiden Parteien auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen. Dazu wollen sich Mesot und Castella allerdings noch nicht äussern.

«Zu optimistisch»

Dass keiner der fünf neuen Anwärter auf einen Ständeratssitz das absolute Mehr erreicht, war zu erwarten. Beim bisherigen Christian Levrat hätte es jedoch möglich sein können. «Ich war wohl etwas zu optimistisch», sagt dazu SP-Präsident Piller. Er habe gehofft, dass Levrat im ersten Wahlgang gewählt werde. Doch er sei zufrieden, dass Levrat klar an der Spitze der sechs Kandidaten sei–und dass das SP/CVP-Duo bestätigt sei. Ob die SP bei einem allfälligen zweiten Wahlgang neben Levrat offiziell Beat Vonlanthen unterstützt, ist unklar: «Ich weiss nicht, ob wir eine Wahlempfehlung abgeben. Ich persönlich würde aber Vonlanthen unterstützen.»

Zum Prozedere

Zweiter Wahlgang möglich

Die Wahl des Ständerats nach dem Majorzsystem bringt es mit sich, dass nur Kandidaten mit mehr als 50 Prozent der gültigen Stimmen direkt gewählt sind. Bei den gestrigen Ständeratswahlen lag das absolute Mehr bei 44842 Stimmen. Alle sechs Kandidaten verpassten dies mit 6000 und mehr Stimmen. Bei den Ständeratswahlen vor vier Jahren hatten Alain Berset und Urs Schwaller das absolute Mehr deutlich übertroffen. 2003 und 2007 schaffte es Schwaller ebenfalls beide Male direkt; 2003 holte Berset im zweiten Wahlgang gegenüber Jean-Claude Cornu einen Rückstand von knapp 8000 Stimmen auf und wurde gewählt.mir

Nicht-Gewählte: Schmid und Castioni zufrieden

G LP-Ständeratskandi dat Ralph Schmid landete mit 13 998 Stimmen auf dem fünften Platz. «Das übertrifft meine Erwartungen», sagt er. Er sei zufrieden, neben den etablierten Parteien so gut abgeschnitten zu haben. Die Allianz mit Beat Vonlanthen bezeichnet er als «klug». Die Kandidatur habe den Ideen der GLP Visibilität verliehen und sich deshalb gelohnt, so Schmid.

Ebenfalls zufrieden ist Patrick Castioni, der für die BDP 1717 Stimmen erreicht hat. «Ich habe nie erwartet, gewählt zu werden.» Die Kandidatur sei eine gute Erfahrung gewesen für ihn: «Es war interessant, die bekannten Politiker kennenzulernen und zu merken, dass sie auch nur Menschen sind.» mir

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