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Spannende Schimpfwörter

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Ratgeber Erziehung

Spannende Schimpfwörter

Autor: Birgit Kollmeyer

Als ich unsere Tochter (5 Jahre) letzthin vom Kindergarten abgeholt habe, benutzte sie plötzlich das Wort «Schlampe». Schon ein paar Tage zuvor hatte sie zu Hause ein heftiges Schimpfwort verwendet. Mein Mann und ich waren geschockt, denn wir achten sehr darauf, keine Schimpfwörter zu benutzen. Wie kann ich darauf reagieren?W.H.

 

Kinder sind neugierig und wissbegierig. Wenn sie neue Wörter hören, dann wollen sie wissen, was das heisst, und sind stolz darauf sie zu kennen. Es kann gut sein, dass ihre Tochter die Schimpfwörter von anderen Kindergartenkollegen gehört und gemerkt hat, dass sie die Kindergartenlehrerinnen in Aufruhr bringen. Das ist höchst interessant für Kinder.

In dem Alter ihrer Tochter entsteht der Gebrauch von Schimpfwörtern also durch Neugier an Neuem und Freude an den Reaktionen. Später in der Entwicklung werden Schimpfwörter oft benutzt, um zu imponieren und sich von Erwachsenen abzugrenzen.

Ihre Tochter will mit diesen Wörtern niemand verletzen. Sie weiss wahrscheinlich gar nicht, was sie bedeuten. Am besten ist es, wenn man Schimpfwörter, wenn sie das erste Mal ausgesprochen werden, ignoriert. Das Kind merkt so, dass es keine Aufmerksamkeit gewinnt – und verliert das Interesse.

Falls Ihre Tochter das Wort wiederholt benutzt, ist es wichtig, dass sie ihr erklären, dass dieses Wort verletzend sein kann. Sie können auch eine Familienregel aufstellen wie z. B.: «Wir benutzen freundliche Wörter.»

Kinder brauchen Regeln. Wichtig ist, dass diese gerecht, positiv formuliert und nachvollziehbar sind. Falls Ihr Kind eine Regel missachtet, sollte eine logische Konsequenz folgen. Sie können zum Beispiel mit Ihrer Tochter abmachen, dass sie sich bei der Person, der sie das Schimpfwort gesagt hat, entschuldigen muss.

Ambulante Hilfen für Kinder, Jugendliche, Eltern, Paare und Einzelpersonen: Tel. 026 300 76 90; www.unifr.ch/iff. Telefonberatung zu Familienfragen: Fr. 14–16 Uhr: 026 300 73 57.

Die Psychologin Birgit Kollmeyer ist beim Familieninstitut der Uni Freiburg zuständig für Prävention/Beratung. Sie ist verheiratet, Mutter und wohnt im Greyerzerland.

 

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