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«Sparen bringt Freiburg nicht weiter»

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Die SP Sense tut sich sehr schwer mit den Sparmassnahmen des Kantons: Sie kann nicht verstehen, dass der Staat noch mehr sparen will, obwohl er von der Nationalbank 48 Millionen Franken erhält und ein Vermögen von einer Milliarde aufweist. Selbst Staatsratspräsident und SP-Mitglied Erwin Jutzet bezeichnete die Sparmassnahmen als «trauriges Kapitel»: «Das Staatspersonal leidet unter diesen Massnahmen», sagte er und verwies auf die Blockierung der Gehaltserhöhungen, was vor allem junge Familien treffe, die mit diesen Erhöhungen gerechnet hätten.

Gefahr für die Demokratie

Negativ wirkten sich die Sparmassnahmen auch auf die Verbilligung der Krankenkassenprämien und das Konzept «Senior plus» aus. «In der Alterspolitik können keine Projekte angegangen werden», sagte Grossrätin Ursula Krattinger-Jutzet. Sie bedauerte, dass die dezentrale Pflegestation in Bösingen geschlossen werden musste, weil die sieben Betten nicht mehr als Pflegeheimbetten anerkannt wurden. Enttäuscht war sie auch vom Staatsrat, weil er den Tag der Zweisprachigkeit nicht finanziell unterstützen will. «Überall wird gespart. Das bringt unseren Kanton nicht weiter», sagte sie. Laut Parteipräsident und Grossrat Olivier Flechtner gefährden die Sparmassnahmen den gut funktionierenden Staat und somit die Stabilität der Demokratie.

Ein Tsunami des Elends

Als peinliche Sache bezeichnete Erwin Jutzet den Informationsanlass zum geplanten Bundesasylzentrum Guglera in Giffers, an dem er selber auch dabei war. Erschreckt habe ihn der Fanatismus, der sich an diesem Abend in der Mehrzweckhalle breitgemacht habe. «Ja, es kommt ein Tsunami auf uns zu, aber ein Tsunami des Elends», zitierte er seine Antwort in Giffers auf den «Asylanten-Tsunami»–den Begriff, welchen Othmar Neuhaus, Ammann von Giffers, geprägt hatte. «Die Guglera ist nicht die schlechteste Lösung», sagte Jutzet. Aus der Mitte der Versammlung konnte dem Anlass in Giffers auch etwas Positives abgewonnen werden, nämlich die vielen Reaktionen, welche den Anlass verurteilten, besonders in den Kommentaren und Leserbriefen in den «Freiburger Nachrichten». «Es war ein Weckruf», meinte Josef Aerschmann. Dies veranlasste Olivier Flechtner, die SP-Mitglieder zum Schreiben von Leserbriefen aufzurufen: Sie sollten zu brennenden Themen Stellung nehmen.

Gut für das Senseoberland

Stolz ist Erwin Jutzet auf die Umwandlung des Militärlagers Schwarzsee in ein Ausbildungszentrum für den Zivildienst und ein Sportzentrum. Er gab sich überzeugt, dass die 27 Millionen Franken, die der Kanton in dieses Projekt investiert, in zehn bis zwölf Jahren amortisiert seien. «Wirtschaftlich ist das eine gute Sache für den Schwarzsee und das Senseoberland.»

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