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Spargelbauern holen Innovationspreis

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Im Garten von Staatsrätin Marie Garnier wachsen auch Spargeln. Wenn sie diese verkaufen wollte, könnte sie wohl nicht viel Geld dafür verlangen. «Es wären eher Zweitklass-Spargeln», sagte sie gestern bei der Verleihung des landwirtschaftlichen Innovationspreises in Kerzers. Den mit 10 000 Franken dotierten Preis vergab die Landwirtschaftsdirektorin an vier Bauern, die Spargeln professionell produzieren und vermarkten. Jakob Schwab, Christian Hurni, Christian Dick und Urs Johner produzieren auf 13,5 Hektaren Bleich- und auf drei Hektaren Grünspargeln. Die vier Gemüseproduzenten haben 2011 gemeinsam ein Unternehmen gegründet. Heute beschäftigen sie während der Ernte 25 Mitarbeiter, die auf den Feldern die Spargeln stechen, zwölf Personen sind in der Verarbeitung tätig.

Spargel für jedes Budget

Ihr Ziel sei es, Spargeln für jedes Budget anzubieten, wie Christian Hurni an der Preisverleihung erklärte. «Wir verkaufen auch Zweitklass-Spargeln zu reduziertem Preis.» Und für Spargelesser, die es bequem mögen, bieten sie fixfertig geschälte Spargeln an. Geschält werden die Spargeln aber nicht etwa von den Mitarbeitern, sondern von einer Maschine, die sich die vier Bauern letztes Jahr angeschafft haben. Auch in Sachen Vermarktung legen sich die Spargelbauern ins Zeug: Dieses Wochenende etwa organisieren sie das Spargelfest. Dort können sich die Besucher nicht nur über den Anbau der Spargeln informieren, sondern auch jede Menge Spargeln essen.

 Die «enorme Palette der frisch geernteten Spargeln» beeindruckte die Jury denn auch, wie Jurymitglied Elsbeth Aeberhard aus Bärfischen in ihrer Rede betonte. Sie machte darauf aufmerksam, dass die Spargelproduktion in der Region wenig CO2verbraucht. «Ein Bund im Januar gekaufter frischer Spargeln braucht fünf Liter Diesel.» Die Produktion eines Bundes saisongerechter Spargeln der vier Landwirte brauche im Gegensatz dazu nur 0,3 Liter Diesel.

Erfreulich sei auch, dass die Preisträger die Spargel wieder ins Seeland zurückgeholt hätten. Noch vor 70 Jahren seien die Leute aus der ganzen Schweiz nach Kerzers gekommen, um Spargeln zu essen, heisst es in der Mitteilung zur Preisverleihung. Danach aber sei die Pflanze in der Region fast ganz verschwunden. Dank den vier Gemüseproduzenten werde der Trend nun wieder umgekehrt und die Spargel erhalte in Kerzers wieder eine grössere Bedeutung.

Zweiter Preis für Biobauern

Das Landwirtschaftsamt hat gestern neben den Spargelproduzenten zwei weitere Projekte mit einem Förderpreis ausgezeichnet. Der erste Förderpreis (6000 Franken) geht an Myriam und Manuel Hurni, die in Romont den Biobetrieb «Au clair de la lune» bewirtschaften. Laut der Jury handelt es sich dabei um den ersten Biobetrieb, der Produkte aus Kuhmilch direkt ab Hof verkauft. Das junge Betriebsleiterpaar bietet zudem Übernachtungen in einer Jurte an. Im Sommer 2013 beherbergten sie dort 40 Besucher.

Dritter Preis für Brennerei

Der zweite Förderpreis im Wert von 4000 Franken geht nach La Roche, wo Antoine und Stéphane Gaillard einen Landwirtschaftsbetrieb und eine gewerbliche Brennerei betreiben. Das besondere: Der Betrieb ist energieautark. Sowohl die Landwirtschaftsgebäude wie auch die Brennerei werden mit erneuerbarer Energie geheizt. Mit ihrer Brennerei fördern die Bauern den Absatz lokaler Produkte und alter Sorten. Und: Die Kerne der Früchte, die in der Brennerei landen, werden zum Heizen verwendet.

Innovationspreis: Kanton vergibt ihn alle zwei Jahre

D er Kanton Freiburg hat den landwirtschaftlichen Innovationspreis gestern zum 13. Mal vergeben. Die Preisverleihung findet alle zwei Jahre statt, das Preisgeld beträgt insgesamt 20 000 Franken. 2014 haben sich sechs Betriebe mit einem Projekt beworben. 2012 ging der Innovationspreis an den Energiepark in Düdingen, bei dem die Abwärme der Biogasanlage zur Trocknung der vor Ort produzierten Holzpellets genutzt wird. hs

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