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Sparmassnahmen: Reper schränkt Strassen- und Präventionsarbeit ein

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Autor: Carolin Foehr

Freiburg Einen «politischen Entscheid, mit dem Reper leben muss», nennt Philippe Cotting, Direktor der Vereinigung Reper, die Schliessung der Anlaufstelle des Programms «Choice» in Wünnewil-Flamatt. Das Präventionsprogramm bietet Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren in schwierigen Situationen Gespräche, individualisierte Begleitung und Gruppenarbeit an. Bis im vergangenen Jahr verfügte die Vereinigung Reper über Anlaufstellen in Freiburg, Bulle, Estavayer-le-Lac und Wünnewil-Flamatt, die pro Jahr insgesamt rund siebzig Jugendliche betreuten.

2009 hat die Vereinigung jedoch anderthalb Arbeitsstellen im Präventionsbereich abbauen müssen. Die vom Kanton verlangte Einsparung erfolgte aufgrund des neuen Angebotes der mobilen Einheit, die seit einem Jahr in den Freiburger Schulen unterwegs ist. Die Folge: Im Frühjahr 2009 wurde die «Choice»-Zentrale in Estavayer-le-Lac nach nur einem Jahr Betrieb geschlossen, im Sommer machte auch die Stelle in Wünnewil-Flamatt dicht.

«Natürlich war das eine schwere Entscheidung», sagt Reper-Direktor Philippe Cotting. «Die Anlaufstelle in Wünnewil wurde geschaffen, um die zentrale Stelle in Freiburg zu entlasten. Nun gehen die Deutschfreiburger leer aus.» Die verbliebenen Anlaufstellen in Freiburg und Bulle seien aber nicht gefährdet. Dort sei auch kein Abbau zugunsten einer deutschsprachigen Kontaktstelle geplant – «es sei denn, der Kanton unterstützt uns finanziell dabei.»

Im vergangenen Jahr wandten sich neun Jugendliche aus dem Gemeindeverband der OS Sense an das Programm – gegenüber 61 aus dem französischsprachigen Kantonsteil.

Trotz dieser Einschränkung des Angebots hat die Vereinigung das Geschäftsjahr mit einer negativen Rechnung abgeschlossen. Der Verlust von knapp 64 000 Franken sei zwar teilweise auf den Abbau des Vermögens der ehemaligen Lifat zurückzuführen, erklärt Philippe Cotting. Mit Einsparungen müsse man aber auch für 2010 rechnen, um das Budget auszugleichen.

Konkret sind die Strassenarbeit sowie die schulbegleitenden Massnahmen, zum Beispiel Lehrerfortbildungen, betroffen: Hier wird jeweils eine 40-Prozent-Stelle gestrichen, was aber «ohne Entlassungen» über die Bühne gehen soll. Gleichzeitig engagiert sich die Vereinigung, die zurzeit vierzig Personen (25,7 Vollzeitstellen) beschäftigt, aber in mehreren neuen Präventionsprojekten (siehe Kasten).

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