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Spatenstich schliesst Seilziehen ab

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Spatenstich schliesst Seilziehen ab

Gemeinde Cordast startet den 6,2-Millionen-Neubau von Schulhaus und Turnhalle

Freudentag in Cordast: Nach langem Seilziehen mit der Gemeinde Guschelmuth hat Cordast das Schulhaus- und Turnhallen-Projekt allein in Angriff genommen. Gestern fand der Spatenstich statt, vor Ende Jahr soll das Schulhaus bezugsbereit sein.

Am gestrigen Spatenstich mochten die Cordaster nicht mehr allzu viel zurückblicken. Viel zu freudig war das gegenwärtige Ereignis, als dass man es von der Vergangenheit her hätte trüben wollen. Das 6,2-Millionen-Projekt hatte einen steinigen Weg zu begehen, bis nun endlich gebaut werden soll (s. Kasten). Baubeginn ist der Tag nach den Übertrittsprüfungen in die Sekundarschule, also der 22. März. «Bis Ende Jahr soll das Schulhaus bezugsbereit sein, im Frühjahr 2001 die Turnhalle, und im Sommer 2001 sollen die Umgebungsarbeiten abgeschlossen werden», erläutert Baukommissions-Präsident Viktor Hügli den Zeitplan.

Fest der Schülerinnen und Schüler

Hauptakteure waren beim Spatenstich die Schülerinnen und Schüler des Schulkreises Cordast-Guschelmuth, die auch nach Abschluss des Baus im Mittelpunkt sein sollen. Sie haben dem Fest mit Gesang und farbigen Luftballons einen würdigen Rahmen gegeben. Die Kinder haben in den letzten Wochen auch viele Zeichnungen mit ihren Wünschen zum neuen Schulhaus angefertigt. Wünsche und schöne Gedanken haben sie ebenfalls auf Papier gebracht und all dies in ein Rohrstück hineingegeben. Das Rohrstück, das wie eine Puppe verziert war, soll nun im Fundament des neuen Schulhauses eingemauert werden, damit die Wünsche der Kinder als gute Geister immer um sie herum sind. Schulleiterin Tamara Uldry hat das Rohrstück Ammann Othmar Bürgy überreicht.

Hohe Kosten, doch sinnvoll investiert

Der Ammann hat mit Freude das grosse Interesse der Cordaster Bevölkerung zur Kenntnis genommen und den Bürgern nochmals für die Zustimmung gedankt: «Wir müssen in Zukunft die hohen Kosten des Baus bewältigen, aber ich denke, es ist sinnvoll, in die Bildung zu investieren. Das Projekt ist auch wirtschaftlich bedeutsam und bringt Arbeitsplätze.» In der Tat sind die Investitionen für die 726 Einwohner von Cordast beeindruckend. Vom 6,2-Millionen-Projekt dürften 400-700 000 Franken vom Staat übernommen werden. Der Rest geht zu Lasten der Gemeinde Cordast.

Die Gemeinde Cordast hofft, möglichst bald mit Guschelmuth eine Einigung über die Nutzung der neuen Gebäude zu finden. Der Gemeinderat Guschelmuth war übrigens am Spatenstich nicht anwesend.

Die Pläne und Modelle des dreistöckigen, 32 auf 11 Meter grossen Schulhauses und der 26,5 auf 18,5 Meter grossen Turnhalle geben bereits einen Einblick, wie das Projekt schliesslich herauskommen soll. Und die Primarschüler aus Cordast und Guschelmuth sangen bereits, wie der Schulalltag dann im nächsten Jahr aussehen könnte:

Hier fliegen gleich die Löcher aus dem Käse / denn schon geht sie los, unsre Polonaise / vom Klassenzimmer bis in den Zeichensaal.

Nun geht es los mit Lärm und Getöse / über Tisch und Bänke geht die Polonaise / durch unsre Schule, und alle machen mit.

Christian Schmutz

Chronologie eines Schulhauses

Die zweijährige Chronologie eines angekündigten Schulhauses im Schulkreis Cordast-Guschelmuth.

April 98: Eine Baukommission mit Mitgliedern aus den Gemeinden Cordast und Guschelmuth wählt eines der Projekte für ein künftiges Primarschulhaus aus. Das Schulhaus soll im Sommer 1999 eingeweiht werden. Aus Guschelmuth kommt der Vorwurf, man sei nicht befragt worden. Die Gemeinde Guschelmuth hätte lieber gleich fusioniert und so gemeinsam über das Schulhausprojekt abgestimmt.

Mai 98: Die gesamte Schulkommision Cordast-Guschelmuth tritt zurück, weil sie mit der Positon der Gemeinde Cordast bei einer Lehrerwahl nicht einverstanden ist. Die vorgeschlagenen zwei Personen wurden vorerst von der Gemeinde Cordast nicht akzeptiert. Die Schulpräsidentin zeigt sich auch unzufrieden mit der zögerlichen Haltung des Cordaster Gemeinderates in der Schulhausfrage. Ihrer Meinung nach war der Platz im Schulhaus schon lange knapp.
Juni 98: Guschelmuth kündigt die Schulvereinbarung und stellt alle Fusionsverhandlungen mit Cordast ein. Sie wollen keine Mitglieder der Schulkommission mehr stellen und distanzieren sich vom Schulhaus-Projekt. Dieses ist dadurch ausf Eis gelegt.
Juni 98: Die Bevölkerung von Cordast erteilt ihrem Gemeinderat den Auftrag, Kontakt mit der Bevölkerung von Guschelmuth aufzunehmen. So könnte man die Position der Basis erfahren. Guschelmuth lehnt aber eine gemeinsame Versammlung ab.
Juni 98: Der Oberamtmann des Seebezirks lädt die Gemeinderäte von Guschelmuth und Cordast zu einer gemeinsamen Aussprache ein. Um die Probleme nicht auf dem Buckel der Kinder und Lehrpersonen auszutragen, nimmt die neue Schulkommission ihre Arbeit mit reduziertem Bestand wieder auf.
Januar 99: Unter Vermittlung von Alfons Blanc, Ammann von Gurmels, treffen sich Delegationen der beiden Gemeinden. Beide hatten in Gurmels angeklopft, um eine Lösung im Platzproblem der Schule zu finden. Guschelmuth wäre gar für eine Fusion mit Gurmels bereit, weil jene mit Cordast geplatzt ist.
März 99: Die Vermittlungsverhandlungen haben gefruchtet, Guschelmuth strebt wieder eine Gemeindeübereinkunft über einen gemeinsamen Schulkreis mit Cordast an. Der Bau des Schulhauses soll damit vorangetrieben werden, und es soll nach dem Sommer 2000 bezugsbereit sein. Guschelmuth schlägt vor, den Bau zwischen den beiden Schulkreisgemeinden auszuführen, will sich aber finanziell nicht beteiligen.
April 99: Guschelmuth beklagt sich, dass sein neuer Vorschlag bezüglich Schulhausbau von Cordast unbeantwortet blieb.
Mai 99: Ohne Gegenstimme wird von der Gemeindeversammlung Cordast das 6,2 Millionen-Projekt «Schulhaus und Turnhalle» gutgeheissen. Da Cordast alleiniger Bauherr ist, bestimmt es auch den Standort: im Zentrum von Cordast, direkt beim alten Schulhaus.
Juli 99: Cordast legt das Schulprojekt öffentlich auf. Bei der Gemeindeübereinkunft mit Guschelmuth müssen noch einige Details geklärt werden. Spatenstich ist für September 99 vorgesehen.
Oktober 99: In Cordast ist eine ausserordentliche Gemeindeversammlung nötig, weil durch die Verzögerungen auch die Finanzierungsbedingungen geändert haben. Der Kredit für das Bauprojekt wird je nach Zinslage flexibel gehandhabt.
November 99: Die Gemeinde Guschelmuth schreibt in einer Pressemitteilung, dass sie die neue Gemeindeübereinkunft mit Cordast im September unterzeichnet und nicht zurückerhalten hat. Sie beschwert sich über fehlenden Informationen aus Cordast.
November 99: Cordast beschliesst, den Schulkreis nicht zu erneuern und die Kündigung von Guschelmuth zu akzeptieren. Ausschlag gibt dabei die «unkorrekte und unangebrachte Pressemittelung» von Guschelmuth.
Dezember 99: Der Staatsrat schreibt in einem Brief, er nehme die Kündigung nicht an. Cordast müsse nun wieder in einem Schulkreis mit Guschelmuth mitmachen. Der Staatsrat hat den Subventionen zum Bau einer Turnhalle aber noch nicht zugestimmt, weshalb das ganze Projekt verzögert wird.
Dezember 99: Die Schulübereinkunft zwischen Cordast und Guschelmuth wird unterzeichnet. Guschelmuth steht hinter dem Turnhallen-Projekt.
Februar 2000: Die Erziehungsdirektion gibt eine Subventionsgarantie zur Turnhalle.

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