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Spielen auf Deutsch und Französisch, das geht

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Von der Hauptstrasse geht der Weg ab auf die beschauliche Route des Ecoles. Einfamilienhäuser und Gärten säumen den Weg. Dazwischen der bunt bemalte Container mit der Überschrift: Spielgruppe Trip-Trap. Kurz geht einem durch den Kopf, dass eine Spielgruppe mit 25 Lenzen auf dem Buckel es doch verdient hätte, in einem ordentlichen Haus untergebracht zu sein. Aber dann wiederum besinnt man sich wie die Vereinspräsidentin Michèle Profe-Bracht auf die Bescheidenheit und denkt sich: Was zählt, ist der Inhalt. Und der stimmt. Gemüsestand, Kochherd, Kisten mit Eisenbahnschienen, eine Kuschelecke und zwei liebevolle Spielgruppen-Leiterinnen. Die fünf Kinder werden an diesem Morgen von Tanja Stulz und Cindy Tschäppät betreut. Beide sprechen sowohl Deutsch als auch Französisch. Die 35-jährige Cindy Tschäppät ist von Haus auf zweisprachig und in Marly aufgewachsen. Schon ihr jüngerer Bruder besuchte das Trip-Trap. Die Spielgruppe hat in Marly ihren festen Platz.

Pragmatischer Ansatz

Gesprochen wird grundsätzlich Schweizerdeutsch. Wenn ein Kind aber nur Französisch versteht, wechseln die Leiterinnen auch in die französische Sprache. Die Kinder kommen aus Marly und Umgebung. «Wir haben aber auch ein Kind aus Treyvaux und eines aus Prez-vers-Noréaz», bemerkt Tschäppät stolz. Wenn etwa ein Elternteil Deutsch spreche, die Familie aber in einer rein welschen Gemeinde lebe, dann seien die Eltern froh um eine Institution wie das Trip-Trap. «Ich sage aber auch immer: Wir sind keine Sprachschule.» Einen Grundwortschatz bekämen die Kinder jedoch mit. Lieder werden ebenfalls bewusst in beiden Sprachen gesungen. «Das Wichtigste ist aber, dass die Kinder spielen und sich ausleben können, ohne viele Grenzen», sagt Tschäppät.

Es gibt noch Plätze

Die Spielgruppe Trip-Trap nimmt Kinder ab zwei Jahren auf. Ein Jahr früher als vor der Einführung der obligatorischen Schulpflicht mit vier Jahren. «Sonst hätten wir nicht ge­nügend Kinder», erklärt Stulz. Insgesamt 18 Kinder könnten sie aufnehmen, aktuell seien aber nicht alle Plätze besetzt. Obwohl es eindeutig ein Vorteil sei, zweisprachig zu sein, wie Tschäppät und Stulz finden, ist die Nachfrage im Trip-Trap nicht so gross, wie man denken würde: «Ich glaube, es liegt daran, dass wir nicht speziell für die Spielgruppe werben», glaubt Tanja Stulz. Möglich sei aber auch, dass heutzutage Ganztagesangebote stärker gefragt seien, meint Präsidentin Michèle Profe-Bracht. Ein Ausbau komme im Moment aber nicht infrage. «Unsere Kapazitäten sind erschöpft», sagt sie. «Wenn wir zudem über Mittag kochen würden, wäre das automatisch mit Auflagen verbunden.»

Grund zum Feiern gibt es alle­mal. Darum lädt der Verein morgen von 11 bis 14  Uhr zum Spielfest ein. Eingeladen sind alle Interessierten.

Mehr unter: www.trip-trap-marly.ch

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