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Spielgruppe erhält Preis für Zweisprachigkeit

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Spielgruppe erhält Preis für Zweisprachigkeit

Deutschfreiburgische Arbeitsgemeinschaft zeichnet «Scou-Bi-Doux» in Villars-sur-Glâne aus

Spielen und gleich noch eine zweite Sprache lernen. Das machen die Kinder in der zweisprachigen Spielgruppe «Scou-Bi-Doux» in Villars-sur-Glâne seit elf Jahren. Dafür hat die Leitung jetzt den «Preis für Zweisprachigkeit» erhalten. Die Deutschfreiburgische Arbeitsgemeinschaft hat ihn zum fünften Mal verliehen.

Von IRMGARD LEHMANN

14 Kinder im Vorschulalter sitzen im Kreis: Französischsprachige, Deutschsprachige, Fremdsprachige. Die Leiterin stimmt ein deutschsprachiges Lied an. Die Kinder singen mit. Tadellos und ohne Akzent. Jetzt die französische Sprache. Und wieder sind die Kinder mit Leib und Seele mit dabei. So einfach ist das in Villars-sur-Glâne. Was sich in einer zweisprachigen Spielgruppe so tut, das haben die Gäste am Freitag anlässlich der Preisverleihung für gelebte Zweisprachigkeit im Gemeindezentrum von Villars-sur-Glâne mitbekommen.

500 Kinder in elf Jahren

Zurzeit sitzen in den vier Spielgruppen rund 40 Kinder im Alter von zweieinhalb bis sechs Jahren. 90 Prozent der Kinder seien Französisch sprechend, sagt die Leiterin Corinne Lambert. «Die Hälfte der Unterrichtszeit setzen wir ein um die Sprache zu lernen.»

Villars-sur-Glâne subventioniert die Spielgruppe. Die Eltern hingegen haben auf Grund ihres Einkommens einen Beitrag zu leisten.

Seit der Gründung der Spielgruppe vor elf Jahren haben die Leiterinnen rund 500 Kinder in ihrer Obhut gehabt.

«Dieses Beispiel zeigt uns, dass Kinder spielend eine zweite Sprache lernen», sagt Josef Vaucher, Präsident der Deutschfreiburgischen Arbeitsgemeinschaft DFAG, anlässlich der Preisübergabe. Er hoffe sehr, dass das Beispiel Schule mache.

«Und noch ist unser Wunsch, dass die Zweisprachigkeit im Kindergarten, in der Primar- und Sekundarschule Eingang findet nicht in Erfüllung gegegangen», meinte Claudine Brohy, Vorstandsmitglied der DFAG, in ihrer Laudatio. Sie bedauert, dass bis anhin nur ausserhalb der obligatorischen Schulzeit (zweisprachige Matura, Universitäten und Fachhochschulen) der Zweisprachigkeit eine Chance gegeben wird. «Die Zweisprachigkeit kann ein Recht und nicht nur eine Aufgabe sein.»

Der Appell

Anne und André Brülhart haben die zweisprachige Spielgruppe Scou-Bi-Doux» gegründet (Name stammt vom zweifarbigen Plastikband, das als Schlüsselanhänger dient). Im Auftrag des Gründerpaars hielt Toni Büchler, Vorstandsmitglied der DFAG, Rückschau und rief die Eltern auf, sich zu mobilisieren und für Zweisprachigkeit an den Primar- und Sekundarschulen zu sorgen. «Habt den Mut ein Komitee zu gründen.» Denn es gehe um die Zukunft der Kinder und um die Zukunft des Landes in einer offenen und multikulturellen Welt.

Zum fünften Mal

Die DFAG hat den Preis zum fünften Mal verliehen. Bisherige Preisträger waren das Naturhistorische Museum, die Fachhochschule für Wirtschaft, die Kantonale Gebäudeversicherung und der Verein «Pro Fribourg».

Mit dem Preis will die DFAG zu Gunsten der Verständigung ein Zeichen setzen. Die Verständigung zwischen den beiden Sprachgruppen, die eines der dringlichsten Anliegen der DFAG sei, wie Präsident Vaucher sagte. Dies als Voraussetzung für die gegenseitige Achtung und den Sprachenfrieden.

Der Preis für Zweisprachigkeit ist mit 2000 Franken dotiert. Etwas höher angesetzt ist der Kulturpreis, den die DFAG alle fünf Jahre vergibt.

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