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Spital Tafers unter der Lupe

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Der tragische Todesfall vor dem Spital Tafers im August beschäftigt das Freiburger Spital HFR weiterhin. Eine ältere Frau war vor dem Spital gestorben, nachdem ihr Partner sie zum Notfall hatte bringen wollen. Er wusste nicht, dass dieser wegen der Covid-Pandemie nachts geschlossen war. Im Sensebezirk, aber nicht nur dort, hatte der Fall für Kritik gesorgt.

Vergangene Woche ist bekannt geworden, dass das Spital deswegen eine Administrativuntersuchung eingeleitet hat. Doch das sind nicht die einzigen Schritte, die das HFR unternommen hat. So hat es zusätzlich ein Audit zur Organisation am HFR Tafers in Auftrag gegeben, wie HFR-Sprecherin Jeannette Portmann auf Anfrage der FN schreibt. «Beides soll ein klares Bild der Umstände vom 10. August und der Gesamtsituation am HFR Tafers geben.» Auch eine interne Untersuchung laufe derzeit. Die Ergebnisse lägen noch nicht vor.

Anpassungen nötig?

Portmann präzisiert, man wolle Klarheit über verschiedene Themen, etwa darüber, was die Grundlagen der teilweisen Schliessung des Notfalls im Frühling waren, wie die Schliessung innerhalb des Spitals und nach aussen kommuniziert und wie sie organisatorisch umgesetzt wurde. Und natürlich werden der Vorfall vom 10. August selber sowie die Reaktionen darauf untersucht. «Wir wollen im Sinne des kontinuierlichen Qualitätsmanagements überprüfen, ob Anpassungen der Prozesse nötig sind», so Portmann.

Mit der Administrativuntersuchung wurde die Freiburger Anwaltskanzlei Pérolles Partners beauftragt. Die Anwälte Markus Meuwly und Thomas Meyer werden sich mit dem Fall befassen, wie Portmann sagt. Die Untersuchung werde rund sechs Monate dauern, also bis im Frühling 2021.

Wird das HFR je nach Ergebnis der Untersuchung und des Audits seine Zukunftsstrategie für den Standort Tafers anpassen? Jeannette Portmann verneint. «Die Strategie ist bereits kommuniziert und befasst sich mit der langfristigen Entwicklung.» Jetzt gehe es darum, die Organisation des Standorts anzuschauen. «Wir wollen wissen, was genau passiert ist.»

Staatsanwaltschaft informiert

Eine Administrativuntersuchung ist gemäss Bundesrecht ein spezielles Kontrollverfahren, mit dem abgeklärt wird, ob ein Sachverhalt vorliegt, der im öffentlichen Interesse ein Einschreiten von Amtes wegen erfordert, mit anderen Worten: ob die Staatsanwaltschaft aktiv werden muss.

Die Freiburger Staatsanwaltschaft ist über die Einleitung der Administrativuntersuchung des HFR im Bilde, wie sie auf Anfrage der FN schreibt. Man werde das Ergebnis der Untersuchung analysieren, sobald dieses vorliege.

Im Vorfeld hat die Staatsanwaltschaft kein Verfahren eröffnet im Zusammenhang mit dem tragischen Vorfall, wie sie weiter schreibt. Die Frage, warum sie das nicht getan hat, beantwortete sie nicht.

Oberamtmann schaltet sich ein

Die Anregung zur Administrativuntersuchung kam auch vom Sensler Oberamtmann Manfred Raemy. «Ich bin der Meinung, dass ein solch tragischer Fall unbedingt untersucht werden muss», sagt er auf Anfrage – besonders vor dem Hintergrund, dass der Bezug der Senslerinnen und Sensler zum Spital Tafers sehr stark sei. Politik und Sensler Ärzteschaft hätten das Spital schon länger darauf aufmerksam gemacht, dass die Leute mit dem Auto zum Spital führen und ein Unfall möglich sei. Im Sommer sei es nun passiert.

Raemy fügt hinzu, dass er interne Unterlagen erhalten habe, die zeigten, dass angeordnet worden sei, den Notfall-Knopf am Spital mit einem Papier zu überkleben. «Für mich stellt sich die Frage, ob das eine fahrlässige Handlung ist.» Es gelte, sauber abzuklären, ob etwas passiert sei, das strafrechtlich relevant ist. Der Oberamtmann zeigt sich zufrieden, dass das HFR nun handelt.

 

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