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Spitaldiskussion

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Unser Spital HFR sorgt einmal mehr für negative Schlagzeilen: unprofessionelle Arbeit des Verwaltungsrats, Entlassungen von Führungsleuten, Riesendefizite, dringend nötiger Neubau in weiter Ferne.

Die grosse Kritik scheint die bisherige Führung aber kaum zu kümmern: Der abtretende Verwaltungsratspräsident gibt in der Presse seitenweise Empfehlungen ab, wie die künftige Spitalpolitik auszusehen hat. Und die klugen Strategen in Freiburg desa­vouie­ren mit gezielten, medizinisch höchst fragwürdigen Massnahmen die eigenen Leute im letzten deutschsprachigen Akutspital. Die geplanten Massnahmen, als «Neuorganisation der Anästhesie» getarnt, sind nichts weniger als ein gezielter und aus medizinisch-ethischen Gründen höchst fragwürdiger Abbau im Umgang mit Notfallsituationen, die in einem Akutspital jederzeit und unvorhergesehen auftreten können. Die Konsequenzen für die Patientinnen und Patienten sind leicht auszurechnen.

Mit solchen Eingriffen in das Management von Notfallsituationen trifft man den Nerv eines Akutspitals, und ich kann nur eine Absicht erkennen: den Verantwortlichen in Tafers die Arbeit so zu erschweren, dass eine verantwortbare Medizin nicht mehr möglich ist. Das Vertrauen in die Organisation HFR ist schon jetzt auf einem Tiefstand und wird durch solche Massnahmen völlig zerstört.

Ja, Herr Wymann, Tafers ist tatsächlich ein Sonderfall: Es ist das einzige deutschsprachige Spital in unserem mehrheitlich französischsprachigen Kanton. Es ist das einzige Spital unserer Region, in dem ein Chefarzt Medizin auf Antrag der Assistenten mit dem SIWF-Award zum besten Lehrmeister gekürt wurde. Es ist das einzige Spital im Kanton, das die strengen Richtlinien der Qualitätssicherung erfüllte und zertifiziert wurde. Es bietet dank des Einsatzes der Leute vor Ort, trotz widriger Umstände, eine optimale medizinische Versorgung. Es ist offensichtlich das einzige Spital, das eine enge Zusammenarbeit mit den Hausärzten pflegt und diese in wichtige Entscheidungen einbindet.

Wäre es nicht an der Zeit, die Arbeit in Tafers anzuerkennen, statt sie systematisch zu sabotieren? Und ist es nicht höchste Zeit, alles zu unternehmen, um das schwer angeschlagene Vertrauen der Bevölkerung in die Organisation HFR zurückzugewinnen?

«Kluge Strategen in Freiburg desavouieren mit gezielten, höchst fragwürdigen Massnahmen die Leute im letzten deutschsprachigen Akutspital.»

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