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Spitalplanung – Eine unendliche Geschichte

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Von Gottfried Keller stammt der Satz:
Die Bürger müssen, wenn nötig, selbst vor die Haustüre treten, um in die Entwicklung des Gemeinwesens einzugreifen.

Die Seebezirkler haben das anfangs Jahr gemacht. Sie sind gemeinsam für das Spital des Seebezirks auf die Strasse gegangen. Eine grosse Zahl der Seebezirkler hat kürzlich einen Fragebogen ausgefüllt zur Spitalfrage.

Die Pressemitteilung der Verhandlungsdelegation des Staatsrates überrascht nicht. Sind die Anliegen der Bevölkerung mit diesem Leistungsangebot verwirklicht? Ich möchte das überhaupt nicht werten. Eigentlich schade für alle die Berichte, Kommissionsarbeit, den Arbeitseinsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Spitals und den permanenten Einsatz der Politikerinnen und Politiker und der Bevölkerung in den vergangenen 14 Jahren für das Spital des Seebezirks. Ein eigentliches Freiburger Modell gibt es nicht, man holt überall ein bisschen was raus, oder spricht vom Walliser Modell. All diese Studien, Expertisen und Modelle haben nur eines gemeinsam, sie kosten viel und berücksichtigen nicht den Menschen, der hier lebt. Bei jeder politischen Rede wird vom Seebezirk als «kleine Schweiz» mit seinen verschiedenen Kulturen, Sprachen, Konfessionen gesprochen. Im Zusammenhang mit der Spitalplanung gibt es faktisch immer nur den Süden (welsch) und den Norden (deutsch). Dies sind schon Widersprüche in sich.

Ein grosser Widerspruch ist, dass die Geburtenabteilung sofort geschlossen werden muss. Mit diesem Entscheid verlieren die Frauen viel. Wurde daran gedacht, dass man eine Geburtenabteilung z.B. wie ein zweisprachiges Geburtshaus (Bettenabbau KVG, santé suisse) weiterführen könnte im Spital. Die Ärzte, das Personal und die Einrichtungen sind vorhanden. Die Hebammen könnten Hausbesuche machen, diese Form kennen wir bei der Spitex.
Akutversorgung innerkantonal für den ganzen Seebezirk? In der Region Kerzers haben schon heute 84 Prozent eine Zusatzversicherung für «ganze Schweiz», d.h. sie können problemlos Spitäler im Kanton Bern aufsuchen. Was ist aber mit den anderen 16 Prozent der Bevölkerung?
Da ich ein optimistischer Mensch bin, habe ich alle Akten über die unendliche Geschichte der Spitalplanung, die sich im Verlaufe der 15 Jahre angesammelt haben, dem Feuer übergeben. Damit möchte ich nicht aufgeben, sondern dem neuen Leistungsauftrag eine Chance geben. Dazu braucht es Köpfe mit gesundem Menschenverstand, die mit Überzeugung Knochenarbeit leisten und für die Bevölkerung aus dem neuen Auftrag etwas Aussergewöhnliches für die Gesundheit machen.

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