Miserable Chancenauswertung 24.09.2012

Düdingen fällt ins Mittelfeld zurück

Der Düdinger Mario Sturny im Laufduell mit Naters-Verteidiger Ervin Gashi.Bild Vincent Murith
Wegen einer miserablen Chancenauswertung verlor Fussball-1.-Ligist Düdingen gegen Oberwallis Naters unverdient. Mit dieser Niederlage – inklusive dem Cupspiel ist es die dritte in Folge – fällt der SCD ins untere Mittelfeld zurück.

Obwohl das Spielfeld arg aufgeweicht war und am Spielende einem Kartoffelfeld glich, gab es von Beginn weg ein ansprechendes Spiel zu bewundern. Spieler der ersten Halbzeit war der Walliser Edis Colic. Wenn der Mittelfeldakteur im Strafraum auftauchte, wurde es brandgefährlich für Torhüter Adrian Schneuwly. Vorerst hatten die Düdinger eine erste grosse Chance, als Michael Stulz einen flachen Pass vors Gehäuse schoss, wo Rotzetter diese Möglichkeit nicht zu nutzen wusste. Im Gegenzug jagte Colic den Ball aus zwanzig Metern an die Latte. Wenig später zog der gleiche Spieler einen Corner auf den Penaltypunkt, wo der sonst sehr sichere Adrian Schneuwly den Ball fallen liess.

Der K.-o.-Schlag

 Mit vereinten Kräften gelang es den Düdingern, diese heikle Situation zu bereinigen. Wenig später fischte Schneuwly einen Freistoss des überragenden Colic aus der Ecke. Der momentanen Überlegenheit entsprechend gingen die Gäste durch Emurli Hisham in Führung, der unhaltbar ins rechte Toreck traf. Zehn Minuten später hatte Gigic das 1:1 auf dem Fuss, er traf aber nur ins linke Aussennetz. Im schnellen Gegenzug spielten die Gäste die Düdinger Defensive schwindlig, aber Schneuwly bereinigte gegen Hisham und Aguirre souverän. Die letzten zehn Minuten vor der Pause dominierten die Einheimischen. Aber Rotzetter und eine Minute später Lukas Schneuwly vergaben den Ausgleich.

Die zweite Halbzeit war erst kurz angespielt, als Aguirre von Colic steil angespielt wurde und den zweiten Treffer markierte. Die Reaktion der Sensler war heftig. Vorerst setzte sich Mario Sturny auf der linken Seite solo durch. Er hatte aber bei diesem Vorstoss über mehr als 40 Meter zu viel Kraft verbraucht, so dass seine Flanke von der linken Cornerflagge harmlos war. Die nächste Chance vergab der kurz zuvor eingewechselte Slaven Savic, als er einen präzisen Rückpass von Rotzetter hoch übers Tor zog. Pech hatte Lukas Schneuwly, als sein kräftiger Schuss von Ervin Gashi abgelenkt am Pfosten der Walliser landete (70.).

Dann verfehlten Gigic und Savic bei weitern Vorstössen nur knapp. Nun spielte nur noch Düdingen, das immer noch hoffte, den Rückstand wettzumachen. Dann war es endlich so weit: Mit einem Freistoss im Sechzehner, Torhüter Daniel Ondrejicka hatte diesen verursacht, jagte Gigic den Ball an den entfernteren Pfosten. Reaktionsschnell lenkte Savic, der ehemalige Goalgetter des FC Köniz, den Ball über die Linie zum Anschlusstreffer. Der Druck der Düdinger wurde nun gewaltig, aber es gelang nicht mehr, den hochverdienten Ausgleich zu realisieren.

«Gewaltiger Kampfgeist»

Trainer Martin Lengen nahm die vermeidbare Niederlage mit Fassung: «Obwohl sich Naters mit diversen Spielern aus der 1. französischen Liga und der Challenge League beträchtlich verstärkt hat, dominierten wir das Spiel mehrheitlich. Heute gelang es uns aber nicht, die vielen Chancen auszuwerten.» Und weiter meinte er: «Der Kampfgeist des ganzen Teams war gewaltig, und ich bin überzeugt, dass wir bald wieder auf die Siegesstrasse zurückkehren werden.»

 

Telegramm

Düdingen - Naters 1:2 (0:1)