Fussball 2. Liga 17.09.2012

Gerechtes Unentschieden im Derby

Plaffeiens Ruffieux (rechts) im Duell mit Murtens Ballaman.Bild Charles Ellena
Murten und Plaffeien haben sich im Deutschfreiburger Derby der 2. Liga mit einem 1:1-Unentschieden getrennt. Das Remis war über die gesamte Spielzeit gesehen ein gerechtes Resultat – eines, mit dem beide Teams leben können.

Plaffeien startete leicht besser ins Spiel und kam bereits in der 4. Minute zur ersten guten Torchance: Spielmacher Nicolas Marbach scheiterte mit einem Schuss nach einem Corner an einem Verteidiger der Heimmannschaft. Nicolas Horovitz – der Goalie des Heimteams – wäre bereits zum ersten Mal geschlagen gewesen. Doch auch das Heimteam aus Murten kam zu Chancen: Julien Chammartin scheiterte in der 7. Minute am erneut starken Roger Wingeier.

Schmeichelhafte Führung

 Obwohl beide Mannschaften gut im Spiel angekommen waren, machte der Gast aus Plaffeien einen spielerisch besseren Eindruck. Die Sensler erspielten sich mehrere Male gefährliche Chancen mit gekonnten Spielzügen, doch die Krönung beim Abschluss blieb zum Leid der Oberländer aus. Besser in dieser Hinsicht machte es Murten: Der 1.-Liga-erprobte Topskorer Julien Chammartin lenkte in der 45. Minute einen schönen Freistoss von Erwin Kaslevic leicht mit dem Kopf ab; dies reichte aber, um mit der ersten richtigen Torchance 1:0 in Führung zu gehen. Umso ärgerlicher für die Plaffeier, da der Schiedsrichter kurz darauf zur Pause pfiff.

Plaffeien mit Reaktion

 Nicht zum ersten Mal in dieser Saison drehten die Oberländer in der zweiten Halbzeit auf und suchten vehement den Ausgleich. Gleichzeitig mussten die sie defensiv immer präsent sein, da Murten sich nun mehr aufs Kontern konzentrierte. Der Plan von Plaffeien ging aber immer besser auf, und die Gäste verstanden es dann auch, die spielerischen Vorteile zu nutzen. So zog Yves Kaeser in der 53. Minute aus halblinker Position auf Horovitz zu, scheiterte aber mit einem harmlosen Schuss. Bei der nächsten Aktion machte es der Stürmer besser: Kaeser setzte sich erneut links durch, flankte in die Mitte, wo Sturmpartner Bielmann goldrichtig stand und zum wichtigen Ausgleichstreffer einnickte.

Nach dem Ausgleich konzentrierten sich nun beide Teams wieder auf die defensive Stabilität und vermieden jegliches Risiko. Es schien, als ob man auf beiden Seiten mit dem Punkt zufrieden war und keine unnötigen Risiken mehr einging. Somit trennten sich Murten und Plaffeien mit einem insgesamt gerechten 1:1 und etablierten sich im sicheren Mittelfeld der 2. Liga.

 Plaffeiens Trainer Richard Aeby zeigte sich nach dem Spiel tatsächlich glücklich: «Für mich ist jeder Punkt wichtig, darum bin ich heute mit dem Resultat wie auch mit unserer Leistung zufrieden. Wir haben es grösstenteils verstanden, den Gegner durch schöne Kombinationen zu kontrollieren und Chancen zu kreieren. Wir konnten mehrheitlich umsetzten, was wir uns vorgenommen haben, und die Fehler der letzten Spiele vermeiden.

Telegramm

Murten - Plaffeien 1:1 (1:0)