Corrida Bulloise 15.11.2012

Mit Viktor Röthlin und Maryam Jamal

2007 posierten Viktor Röthlin und Maryam Jamal mit dem traditionellen Siegerpreis, einem Rind, starteten aber nicht am Lauf. Bild vm/a
Die 37. Ausgabe der Corrida Bulloise vom kommenden Samstag wartet mit zwei prominenten Gästen auf. Die international erprobten Viktor Röthlin und Maryam Jamal laufen in Bulle.

Die Corrida Bulloise stellt den Auftakt zu einer ganzen Serie schweizweiter Stadtläufe vom Ende des Jahres dar. Seit einigen Jahren schon liegt die Zahl der Teilnehmer in Bulle bei über 4000 und nicht selten säumen 10 000 Zuschauer die Strecke im Herzen der Hauptstadt des Greyerzbezirks. Die Organisatoren rechnen damit, dass der Anmelderekord aus dem Jahr 2006 mit 4366 Einschreibungen bis Samstag geknackt werden kann.

Erstes Rennen seit London

Aushängeschilder der 37. Austragung der Corrida sind Viktor Röthlin und Maryam Jamal. Der Marathon-Europameister von Barcelona 2010 ist nicht zum ersten Mal zu Gast in Bulle. 2006 und 2008 wurde der Obwaldner, der am Samstag sein erstes Rennen nach dem 12. Rang im Marathon von London 2012 bestreitet, jeweils Vierter, zudem war er des Öfteren Ehrengast der Veranstaltung. Röthlin wird nach der Corrida noch den Basler Stadtlauf (24. November), den Course de L’Escalade in Genf (1. Dezember) und den Zürcher Silvesterlauf (16. Dezember) bestreiten, ehe er anfangs Januar für drei Wochen ins Höhenlager nach Kenia reisen wird.

Mit Maryam Jamal ist die Dritte über 1500 Meter der Olympischen Spiele 2012 und zweimalige Weltmeisterin über dieselbe Distanz in Bulle am Start. 2002 beantragte die gebürtige Äthiopierin, damals noch unter dem Namen Zenebech Tola (mit diesem gewann sie bereits 2003 und 2004 die Corrida), politisches Asyl in der Schweiz. Nach dem gescheiterten Versuch, die Schweizer Staatsbürgerschaft zu erwerben, nahm sie jene Bahrains an und startete fortan unter dem Namen Jamal.

Favoriten aus Afrika

Die grösste Konkurrenz um den Sieg kommt für Röthlin und Jamal am Samstag traditionell aus dem Lager der Afrikaner. Bei den Männern siegte seit 2007 stets einer von ihnen. Abraham Tadesse (Eritrea, Sieger 2008 und 2011), Alemayehu Wodajo (Äth, Dritter 2011 und Zweiter beim Murtenlauf) sowie Tolossa Chengere (Äth, dreimal Dritter der Corrida) wollen diese Serie fortsetzen. Bei den Frauen ist Jane Muia (Ken), die Siegerin der letzten drei Austragungen, die grosse Favoritin.

 

37. Corrida Bulloise. Samstag. Programm. 10.40 bis 13 Uhr: Start der Kinder-Kategorien (0,75 bis 1,75 km). 13.40 bis 15.45 Uhr: Start der Kategorien U14 bis M60 (3,15 bis 8,15 km). 17.23 Uhr: Start der Kategorien F20 bis F60 (6,15 km).18:20 Uhr: Start Elite Frauen (6 km). 19 Uhr: Start Elite Männer (8 km).

 

Freiburger: Rüfenacht und Brügger dabei

Mit dem Schweizer Meister über die 5000-Meter-Distanz, Rolf Rüfenacht (TSV Düdingen), dem besten Schweizer des Murtenlaufs 2012, Michel Brügger (TV Bösingen), Thomas Meszaros (CA Belfaux) sowie Adrian Jenny (TV Wünnewil) sind zahlreiche lokale Spitzenläufer am Start der 37. Corrida Bulloise. Insbesondere die beiden Erstgenannten werden versuchen, Philipp Bandi zu distanzieren und den Berner als besten Schweizer des Laufs abzulösen. Im Rennen der Frauen ruhen die Freiburger Hoffnungen auf Valérie Lehmann vom TV Bösingen, welche sich mit Sabine Fischer und Martina Strähl messen wird. fs