Eishockey 05.10.2019

Gottéron feuert Trainer French

Die blamable 0:4-Niederlage vom Freitagabend in Ambri war die eine zu viel. Mark French ist per sofort nicht mehr Trainer von Gottéron.

In Ambri kassierte ein desolates Gottéron am Freitag im sechsten Saisonspiel die fünfte Niederlage (Zum Matchbericht). Zu denken gab insbesondere die Art und Weise. Emotionslos ergaben sich die Freiburger in die Pleite. Und noch bedenklicher: taktisch waren sie schlicht nicht bereit.

Nun hat der Club die Reissleine gezogen. Trainer Mark French, seit der Saison 17/18 im Amt und dessen Vertrag noch bis 2021 läuft, wurde am Samstagmorgen zusammen mit seinem Assistenten Dean Fedorchuk freigestellt. Der Kanadier hat es verpasst, über den Sommer die richtigen Schlüsse aus der Talfahrt der letzten Saison zu ziehen und hatte mit seinem engen taktischen Korsett keinen Erfolg mehr.

 „Unsere Situation ist kritisch », kommentierte  Gottérons Generaldirektor Raphaël Berger am Samstagmorgen den Entscheid. «Natürlich sind erst sechs Spiele gespielt, aber der Zug ist in dieser Liga dann schnell einmal abgefahren. » Schon nach dem schwachen Spiel vor eineinhalb Wochen in Zürich wurde French von der Clubleitung erstmals zum Gespräch gebeten. Gestern in der zweiten Drittelspause begannen Präsident Hubert Waeber, Sportchef Christian Dubé und Berger dann immer intensiver, sich mit einem sofortigen Trainerwechsel auseinanderzusetzen. «Das Spiel war eine Katastrophe. Viele Spieler wirken momentan wie blockiert », so Berger.

Im Spiel heute gegen die Lakers stehen ad interim Sportchef Christian Dubé und Juniorentrainer Pavel Rosa an der Bande. Für Dubé ist es die Möglichkeit zu zeigen, dass seine zusammengestellte Mannschaft besser ist, als was sie bisher gezeigt hat - und dass der schwache Saisonstart tatsächlich eine Frage des Trainers und der Taktik ist. Gleichzeitig setzt sich die Clubleitung natürlich bereits intensiv  mit der definitiven Nachfolge Frenchs auseinander. Man kriege laufend neue Dossiers, werde aber nichts überstürzen, so Berger. Nach dem heutigen Spiel hat Gottéron fast eine Woche Pause, ehe die Freiburger nächsten Freitag Biel empfangen.