Gottéron-Blog 20.12.2018

Stephan Amacker (40), Thundorf TG

Seit ich mich erinnern kann, bin ich Gottéron-Fan. Angefangen hat alles anfangs der 90er-Jahre, als Chomutow und Bykow fast unschlagbar waren. Ich war 1991 im Gegensatz zu meinem Umfeld davon überzeugt, dass Gottéron Meister wird. Damals gab es als Thurgauer Eishockey-Fan ja gar keine richtige Homebase, der Thurgau war eishockeytechnisches Ödland. Am naheliegendsten wäre es gewesen, Anhänger von Kloten oder dem ZSC zu werden, aber die Mannschaft von Gottéron spielte einfach unwiderstehliches Eishockey. 

Als ich 12 Jahre alt war, waren praktisch alle meine Freunde Fans vom SCB und führen regelmässig an die Matches nach Bern. Leider war ich damals bei uns in der Ostschweiz der einzige «Fribourger», so dass ich mir die meisten Spiele SCB - Gottéron im Berner Fanblock ansehen musste. Das war insbesondere beim ersten Mal ein spezielles Erlebnis, ich hatte schon ein etwas mulmiges Gefühl. Aber danach wurde mein "Fremdgehen" ziemlich schnell akzeptiert.

Als ich Rekrutenschule in Freiburg absolvierte, hoffte ich, möglichst viele Heimspiele von Gottéron besuchen zu können. Aber weit gefehlt: Genau einmal konnten wir uns ein Spiel anschauen. Das war der Verdienst von Rekrut Didier Schafer, der dafür sorgte, dass wir etwas länger im Ausgang bleiben durften. Er bergründete dies damit, dass ein Gottéron-Match für uns Ausserkantonale als kulturelle Bildung zählen würde. Es war mein bester Hockeymatch ever.