Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Sprungers märchenhafte Rückkehr

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

In der vierten Minute der Verlängerung kriegte sich der verletzte Andrei Bykow auf der Pressetribüne fast nicht mehr ein vor Lachen und Applaudieren – da schoss Teufelskerl Julien Sprunger doch tatsächlich gleich im ersten Spiel nach seiner achtwöchigen Verletzungspause den Siegtreffer. Nach einem Energieanfall von Killian Mottet machte er das, was er fast immer macht: Er stand am richtigen Ort und bugsierte den Abpraller irgendwie ins Tor. «Es war eine grosse Erleichterung. Denn ich hatte bereits zuvor Chancen, den Match zu entscheiden. Ich dachte schon, es sei für mich ein Abend, an dem es einfach nicht sein solle, und plötzlich war ich doch noch der Held – obwohl ich den Puck gar nicht richtig traf», sagte ein strahlender Sprunger nach dem Spiel.

Für den Captain war es der Höhepunkt einer insgesamt gelungenen Rückkehr. Zwar war ihm der mangelnde Wettkampfrhythmus manchmal anzumerken, und im ersten Powerplayblock war er eher noch ein Fremdkörper als ein Plus. Doch wenn ein Spieler bei einem 2:1-Sieg mit einem Tor, einem Assist und einer Plus-2-Bilanz vom Eis geht, hat er definitiv vieles richtig gemacht.

Desharnais’ Geniestreich

Von den Teamleistungen her war das Spiel jedoch keine Offenbarung. «Irgendwie fehlte der Rhythmus, und es waren nicht wirklich Schemas zu erkennen, die funktionierten», analysierte Sprunger. «Aber gerade in unserer Situation ist es wichtig, auch einmal ein Spiel zu gewinnen, in dem wir nicht besonders gut spielen.»

Schon das Startdrittel war geprägt von Stockfehlern hüben wie drüben. Es war definitiv nichts für Eishockeyfein-schmecker – mit einer grossen Ausnahme. In der 18. Minute bewies David Desharnais seine ganze Klasse, als er geduldig und technisch anspruchsvoll um Genfs Torhüter Robert Mayer herumkreiste, bis er eine kleine Lücke zwischen Schoner und Pfosten fand und den Puck nur noch einschieben musste. Sprunger durfte sich in dieser Aktion einen Assist zuschreiben lassen. Bei einem Konter hatte der Captain 14 Sekunden vor der ersten Sirene dann sogar das 2:0 auf dem Stock, verzog aber. Eine Zweitoreführung wäre zu diesem Zeitpunkt allerdings auch des Guten zu viel gewesen. Servette war in diesem Startdrittel sicher nicht das schlechtere Team, wie das Schussverhältnis von 15:8 für die Genfer unterstreicht.

Im Mitteldrittel waren die Freiburger dem 2:0 dann allerdings lange Zeit näher als die Genfer dem Ausgleich. Am nächsten in der 32. Minute, als Killian Mottet nach erneut wunderbarer Vorarbeit des überragenden Desharnais nur den Innenpfosten traf. Überraschenderweise waren es dann aber die Genfer, die das einzige Tor des zweiten Abschnitts erzielten. In ihrem ersten Überzahlspiel der Partie glichen die Gäste in der 38. Minute durch Henrik Tömmernes zum 1:1 aus. Der schwedische Verteidiger liess mit seinem Solo zunächst Marc Abplanalp alt aussehen und bezwang mit einem der nur sieben Genfer Schüsse in diesem Drittel zum einzigen Mal Reto Berra. Ärgerlich für die Freiburger: Zu diesem Zeitpunkt hatte das Heimteam bereits drei Powerplays ungenutzt verstreichen lassen.

Für das Schlussdrittel stellte Freiburgs Trainertrio die Linien um, Sprunger und Daniel Brodin tauschten ihre Plätze, aber ohne dass die Freiburger dadurch mehr Offensivpunch erhielten. Mit ihrem aggressiven Forechecking machten die Genfer Gottéron das Leben ohnehin bereits beim Spielaufbau schwer. So schienen beim Heimteam am Ende einige Akteure glücklich darüber zu sein, sich in die Verlängerung gerettet zu haben. Wie bereits beim ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams im September in Genf holte sich Gottéron in der Zusatzschicht bei 3-gegen-3-Feldspielern dank Sprungers Treffer schliesslich den etwas glücklichen Sieg.

Berra in Topform

Neben Sprunger gehörte auch Reto Berra zu den Matchwinnern. Der Freiburger Torhüter stoppte 32 der 33 Genfer Schüsse. In den letzten drei Partien hat Berra damit nur gerade zwei Gegentore kassiert. «Er zeigt einen grossen Match nach dem anderen und vermittelt so allen Spielern von Beginn weg viel Selbstvertrauen», sagte Verteidiger Benjamin Chavaillaz nach dem Spiel. Die starke Defensive ist denn auch ganz klar der Grund für Gottérons Siegesserie, die nun bereits vier Spiele anhält. Denn offensiv war gestern nicht immer sehr viel Inspiration erkennbar.

In der Tabelle kletterten die Freiburger auf den neunten Rang. Der Rückstand auf die Playoff-Plätze beträgt nur noch zwei Punkte. Mit den Spielen am Freitag zu Hause gegen Schlusslicht Ambri und am Samstag beim Tabellenvorletzten Rapperswil bietet sich Gottéron die goldene Chance, erstmals überhaupt in dieser Saison über den Strich zu klettern.

Telegramm

Gottéron – Servette 2:1 n. V. (1:0, 0:1, 0:0)

5755 Zuschauer. Tore: 18. Desharnais (Sprunger) 1:0. 38. Tömmernes (Wingels/Ausschluss Rossi) 1:1. 64. (63:35) Sprunger (Mottet) 2:1. Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Gottéron, 4-mal 2 Minuten gegen Servette.

Freiburg-Gottéron: Berra; Gunderson, Stalder; Furrer, Kamerzin; Chavaillaz, Abplanalp; Marti; Sprunger, Desharnais, Mottet; Stalberg, Schmutz, Brodin; Rossi, Walser, Lhotak; Vauclair, Schmid, Lauper.

Genf-Servette: Mayer; Jacquemet, Tömmernes; Karrer, Maurer; Mercier, Le Coultre; Völlmin; Wingels, Richard, Rod; Kast, Fehr, Winnik; Maillard, Smirnovs, Miranda; Douay, Berthon, Bozon; Riat.

Bemerkungen: Gottéron ohne Bykow, Forrer und Marchon, Servette ohne Descloux, Fritsche, Tanner, Wick (alle verletzt) und Charlin (krank).

Die FN-Besten: Desharnais und Tömmernes.

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema