Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Spülung beim Staudamm wegen ausgebliebenen Hochwassers

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Wenn der Jaunbach Hochwasser führt und der Pegel des Montsalvens-Stausees im Greyerzbezirk über ein gewisses Niveau steigt, dann öffnet Groupe E die Schleusen und lässt das Wasser Richtung Jaunbach-Schlucht abfliessen.

Dieses Jahr ist ein solches Hochwasser im Gegensatz zu den letzten drei Jahren ausgeblieben, so dass Groupe E nun über zwei Tage die Grund­ablass-­Schützen öffnet und eine Spülung vornimmt. Der Grund für eine solche Spülung ist die Neigung des Seebodens, was zu einer Ablagerung von Sedimenten am Fuss der Staumauer führt, wie Jean-Claude Kolly, Verantwortlicher für Staumauern und Umwelt, den FN sagt.

«Die Auflandung steigt relativ schnell an, so dass ein Verstopfungsrisiko entsteht», so Kolly. Wie er erklärt, befindet sich relativ tief unten an der Staumauer ein Stollen mit den entsprechenden Schützen, der nach einer entsprechenden Zeit mit Sand, Ton oder Schlick verstopft werden könnte.

Öffnet man die Schützen bei einem Hochwasser, wird das Sediment automatisch durchgespült. Bleibt ein Hochwasser aus, muss die Spülung künstlich erfolgen.

Wie Kolly präzisiert, ist für eine solche Spülung eine jährliche Bewilligung durch den Kanton erforderlich. Insbesondere soll die Fisch-Fauna dabei keinen Schaden nehmen. Deshalb wird auch ein Überlaufstollen geöffnet, durch den die Fische schwimmen können. Weiter ist die Abflussmenge so gesteuert, dass die Trübung des Wassers durch das Sediment nicht zu stark wird. Sonst könnten nämlich die Kiemen oder Nieren von Fischen beeinträchtigt werden.

Der Jaunbach führt relativ wenig Kies, welches die Fische eigentlich brauchen. Aus diesem Grund wurden zuletzt unterhalb der Staumauer auch 150 Kubikmeter Kies deponiert. Mit der Spülung wird dieses verteilt; das schafft so Laichplätze für die Fische.

Aufgrund seines Profils und der Konstruktion der Staumauer ist der Montsalvens-See bezüglich Sedimentablagerung speziell, erklärt Jean-Claude Kolly. Eine solche Verlandung könne aber auch beim Rossinière-Staudamm am Oberlauf der Saane vorkommen. Dort habe man bisher Sedimente weggepumpt, in einer Woche nehme Groupe E aber auch da eine Spülung vor.

Keine solchen künstlichen Spülungen finden gemäss Kolly bei den Staumauern Rossens und Schiffenen statt. Dort komme es weit oberhalb der Staumauer zu grösseren Ablagerungen von Sediment.

Mehr zum Thema