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SSEB: Weitere Kündigung mit Parallelen

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Die Geschichte des entlassenen SSEB-Mitarbeiters Jakob Schwab ist kein Einzelfall. Auch Antonia Bader wurde von der SSEB entlassen und zog letzten Herbst vor den Schiedsrat; auch sie liess sich von Anwalt Patrik Gruber vertreten. Die SSEB willigte ein, Bader eine Entschädigung von 6500 Franken zu bezahlen.

Antonia Baders Probleme in der SSEB begannen, als sie im Januar 2010 Spesenzahlungen für ihre Autofahrten zu anderen SSEB-Standorten verlangte. Ihre Vorgesetzten reagierten nicht auf die Forderung. Elf Tage später sprach die Direktion gegen Antonia Bader einen Verweis aus: «Immer wieder müssen wir feststellen, dass Sie unsere Anweisungen nicht befolgen», schrieb Direktor Cyprian Eggenschwiler seiner überraschten Angestellten. Drei Monate später wurden Bader aus einer Handtasche in ihrer Büroschublade 300 Franken gestohlen. Sie verdächtigte eine Betreute, die sich auffällig verhielt, und erstattete Anzeige gegen Unbekannt. Diesen Vorfall nahm Eggenschwiler zum Anlass, Bader zu entlassen. «Sie haben mit diesem Verhalten gegen die Ihnen bekannten Praktiken und Weisungen der SSEB verstossen», heisst es in der Kündigung.

Nach ihrer Entlassung hat Antonia Bader der Behindertenbetreuung den Rücken gekehrt. Sie fand schnell eine Anstellung in einem anderen Berufsgebiet. Dabei stand ihre Bewerbung unter keinen guten Vorzeichen: denn ein Arbeitszeugnis, das ihr mehrjähriges Engagement bei der SSEB würdigt, habe sie bisher nicht erhalten, sagt Bader.

«Für Unruhe gesorgt»

SSEB-Direktor Cyprian Eggenschwiler sagt, die Entlassung von Antonia Bader hänge eng mit jener von Jakob Schwab zusammen. «Die beiden sind sehr eng befreundet und haben hier miteinander für Unruhe gesorgt», erklärt er. Beide hätten einen Verweis erhalten und die Möglichkeit gehabt, sich zu verbessern, so Eggenschwiler weiter. Als Bader Bargeld gestohlen wurde, habe sie «sehr unprofessionell Stunk gemacht», betont er. «Weil eine gewisse Kleptomanie für manche Behinderungen typisch ist, gehen wir solchen Fällen nicht nach», so Eggenschwiler. Die Angestellten hätten die Anweisung, ihr Geld wegzuschliessen. mk

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