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St. Silvester hat die Erwartungen voll erfüllt

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Feldschiessen 2000 konnte dank Innovationen die Teilnehmerzahl wieder leicht steigern

Autor: Von WALTER BUCHS

«Das Schützenfest ist ein besonderes Volksfest, das Tradition hat. Aber jedes Organisationskomitee lässt sich etwas Neues einfallen.» Dies hat Oberamtmann Marius Zosso beim offiziellen Teil des Feldschiessens im Sensebezirk gestern Mittag festgestellt.

Eine dieser Neuerungen war der Pendelbus, der an drei Tagen stündlich ab allen Gemeinden des Sensebezirks zum Festplatz in St. Silvester fuhr und die Schützen und andere Gäste wieder nach Hause führte.
Zudem bestand die Möglichkeit, im Bus das Standblatt zu lösen, um
Wartezeiten an Ort und Stelle zu vermeiden.

Pendelbus sehr gut benützt

Das erstmalige Angebot ist auf ein sehr gutes Echo gestossen und war eine «ausgezeichnete Idee», wie
ein Schütze aus Bösingen immer wieder beteuert. Trotz der vier eingesetzten Cars mussten am Samstagabend zwei zusätzliche aufgeboten werden. Rund 15 Prozent der Schützen haben das Standblatt im Bus gelöst.

«Die sagenhafte Idee», wie sie der Präsident des Schützenverbands des Sensebezirks (SVS), Markus Aebischer, bezeichnete, wird wohl Schule machen. Es ist dies ein wichtiger Beitrag an die Sicherheit und die Umwelt, betonte Oberamtmann Marius Zosso. «Künftige Gesellschaften werden kaum darum herum kommen, das Beispiel nachzuahmen», stellte er fest.

Beitrag an den
Schutz der Umwelt

Eine weitere Neuerung beim diesjährigen Sensler Feldschiessen waren die Auffangsäcke für die Bleikugeln direkt hinter den Scheiben. Diese sind ab diesem Jahr bei Feldscheiben vorgeschrieben. In diesen sogenannten Big-Bags, die mit Holzschnitzeln gefüllt sind, konnten gut 95 Prozent der Kugeln aufgefangen werden. St. Silvester brauchte hiezu rund 800 Kubikmeter Holzschnitzel. (Siehe auch den Beitrag auf der Seite Seebezirk.)

Zudem wurden auch die Lärmschutzvorschriften für Schiessstände angesprochen, welche ab März 2002 eingehalten werden müssen. SVS-Präsident Aebischer stellte fest, dass es im Sensebezirk noch Problemstände gibt. Um die Zusammenarbeit unter Schützengesellschaften zu ermöglichen, hoffe er auf Toleranz der Schützen und der Bevölkerung. Auch Oberamtmann Zosso appellierte an die Offenheit aller Betroffenen, denn man könne nicht alle bestehenden Anlagen sanieren. Zudem gab er bekannt, dass er den Staatsrat gebeten habe, eine Kommission einzusetzen, welche das Problem auf Kantonsebene erörtert.

Ein Anlass, der das Vereins-
und Beziehungsnetz stärkt

In Anwesenheit der offiziellen Delegation der Regierung und des kantonalen Schützenverbandes machte Staatsrat Urs Schwaller darauf aufmerksam, dass sich die Bestandsreduktionen der Armee, die zu erwarten sind, sich mit der Zeit auch auf Grossanlässe wie das Feldschiessen auswirken. Man müsse sich darauf einstellen mit dem Ziel, das Feldschiessen als Bezirksanlass zu erhalten. Schützenfeste seien immer auch Ausdruck unseres Selbstbehauptungswillens. Auf diese Eigenschaft und auf Werte der Begegnung sei das Land auch in Zeiten der Öffnung angewiesen.

«Die Organisation eines Feldschiessens stellt immer eine ganz
besondere Herausforderung an den organisierenden Verein und damit
an die mittragende Gemeinde mit ihrem vielschichtigen Vereins- und Beziehungsnetz dar», betonte Urs Schwaller. Er sei überzeugt, dass dies sich jeweils auch positiv auf die
Zusammenarbeit, auf das miteinander und füreinander Denken in anderen Bereichen einer Dorfgemeinschaft auswirkt. Ein weiterer Grund, weshalb man das Feldschiessen
gerade im Sensebezirk besonders pflegen muss, liege darin, dass die-ser Grossanlass wegen des Fehlens einer regelmässigen Bezirksausstellung praktisch die einzige Gelegenheit, der einzige Ort ist, «an welchem sich der ganze Bezirk für einige
Stunden ausser-halb des Alltagsgeschäftes treffen kann». Dies sei für das Selbstverständnis wichtig, auch um auf Kantonsebene überzeugend auftreten und etwas bewirken zu können.

Dank an die Bevölkerung

Ammann Otto Andrey stellte mit Genugtuung fest, dass sich in St. Silvester ohne grosse Mühe Hunderte gemeldet haben, um bei diesem Anlass zu helfen. Gerade weil dies nicht selbstverständlich war, sprach er der ganzen Bevölkerung ein grosses Lob aus.

OK-Präsident Gilbert Boschung hielt fest, dass die Zusammenarbeit mit den Vereinen und den Landeigentümern sehr gut geklappt habe. Auf die drei Tage verteilt seien schlussendlich etwa 730 Personen im Einsatz gewesen. So durfte der SVS-Präsident in seiner Schlussfolgerung festhalten:«St. Silvester war ein würdiger Vertreter für die Durchführung dieses Grossanlasses.»

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