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«Staat profitiert vom Systemwechsel»

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Knapp zwei Wochen, nachdem der Staatsrat seine Pläne zur Zukunft bei der Pensionskasse des Staatspersonals Freiburg vorgestellt hat, nahm die Freiburger Sektion des Verbands des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) am Dienstagabend im Rahmen ihrer Generalversammlung im Café Jura dazu Stellung. Die Gewerkschaft kommt zu einem ganz anderen Schluss als die Kantonsregierung. Diese ging davon aus, dass im Zuge des Wechsels vom Leistungs- zum Beitragsprimat für die finanzielle Konsolidierung der Kasse und die nötigen Übergangsmassnahmen finanzielle Mittel des Staates von 0,9 bis 1,1  Milliarden Franken nötig sind. Die VPOD-Sektion aber ist laut dem Regionalsekretär Gaétan Zurkinden der Ansicht, dass der Staat im Gegenteil finanziell von dieser Systemumstellung werde profitieren können – im Ausmass zwischen 200 und 800 Millionen Franken. Dies in erster Linie wegen der Verminderung des Beitragssatzes um drei Prozent. «Die Angestellten hingegen würden mit 1,8 Milliarden Franken belastet und die Kosten für diese Systemumstellung alleine tragen», so Zurkinden.

Aktionstag im September

Einstimmig beauftragte die Generalversammlung vorgestern eine achtköpfige VPOD-Delegation unter der Leitung des Sektionspräsidenten Christian Luisier damit, diesbezüglich beim Staatsrat vorstellig zu werden. Das Ziel dieser Verhandlungen soll gemäss Zurkinden sein, dass sich der Staat mit einem 70-prozentigen Anteil an den Kosten der Systemumstellung beteiligt, dass der Beitragssatz nicht gesenkt wird, dass das Modell des Leistungsprimats weiterhin eine Option bleibt, dass die gegenwärtigen Leistungen und das gegenwärtige Pensionsalter bestehen bleiben und dass der Staat seine Berechnungen mit einem technischen Zinssatz von 2,75 Prozent nochmals neu vornimmt. Die Gespräche mit dem Staatsrat sollen laut Zurkinden erst Anfang September beginnen. Doch wolle der VPOD dem Staatsrat seine Sicht der Dinge schon anfangs Juli mitteilen. Für den September plane die Gewerkschaft ausserdem einen Aktionstag mit einem Streik und einer Demonstration, zusammen mit der Föderation der Personalverbände der Staatsangestellten (Fede).

«Hauptthema der Gespräche»

Seitens des Staats nahm Gérald Mutrux, Vizepräsident der Pensionskasse des Staatspersonals, Stellung zu den Ansichten des VPOD. «Wir kennen die Berechnungen der Gewerkschaft nicht und können uns daher nicht im Detail dazu äussern», sagte er auf Anfrage. Darüber zu diskutieren, werde ein Hauptthema der Gespräche zwischen der Kantonsregierung und den Sozialpartnern sein. Die Kommunika­tionsstrategie des VPOD nimmt Mutrux zur Kenntnis ohne dazu weiter Stellung nehmen zu wollen.

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