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Staatsangestellte als Heimarbeiter?

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Staatsangestellte als Heimarbeiter?

Vorstösse der Grossräte in der Mai-Session

Dank Computer sollte es möglich sein, die Berufsarbeit oft zu Hause zu erledigen. So könnte vor allem die Agglomeration Freiburg vom Verkehr entlastet werden. Deshalb sollte der Staat diesbezüglich eine Leaderfunktion übernehmen.

Diese Ansicht vertreten die beiden CVP-Grossräte Josef Fasel (Alterswil) und Michel Buchmann (Romont) in einem Postulat, das sie in der vergangenen Mai-Session eingereicht haben.

«Es müssten neue Möglichkeiten, neue Arbeitsmodelle angeboten werden. Dies wäre in der heutigen Zeit mit all den Möglichkeiten im Bereich der Elektronik und der Übermittlungstechnik überhaupt kein Problem mehr und sollte viel ausgiebiger und besser genutzt werden», halten die beiden Grossräte in der Begründung ihres Vorstosses fest. Mit ihrem Postulat möchten sie erreichen, dass der Staatsrat diese Frage studiert.

Schutz durch Behörden vor
physischer und psychischer Gewalt

In der Mai-Session wurden vier weitere Vorstösse eingereicht. So geben Nicolas Bürgisser (CSP, Giffers) und Solange Berset (SP, Belfaux) in einem Postulat zu bedenken, dass die Angst viele Sozialarbeiter, Lehrer, Richter und Behördemitglieder in ihrer täglichen Arbeit begleitet. «Physische und psychische Drohungen sind heute leider vielfach Bestandteil ihrer Arbeit», geben sie zu bedenken. Mehrere Sozialarbeiter und Lehrer hätten ihnen von tätlichen Vorfällen berichtet. Die Tendenz sei steigend, wobei auch viele Schweizer zum Täterkreis gehören.

Die beiden Grossräte möchten vom Staatsrat vernehmen, ob er bereit sei, sämtliche Möglichkeiten zum Schutze von Sozialarbeitern, Behördemitgliedern, Richtern und Lehrern zu überprüfen und allenfalls Änderungen vorzunehmen. Sie möchten auch wissen, ob es eine zentrale Warnkartei gebe und ob eine Verschärfung der Bestrafung der Täter sowie eine Vorbeugung möglich sei.

Eine mobile soziale Notfalleinheit?

Catherine Studer-Keller (CVP, Cressier) und Christian Ducotterd (CVP, Grolley) ihrerseits möchten die Polizei entlasten, wenn diese bei schwierigen Situationen (häusliche Gewalt, Platzierung eines Kindes usw.) zu Hause eingreifen muss. Betroffene Menschen sollten von Leuten betreut werden, welche professionell im Sozialbereich tätig sind.

Wie sie in der Begründung ihres Postulates schreiben, häufen sich die Fälle häuslicher Gewalt. Aber auch in andern Fällen verzweifelter Menschen müsse die Polizei nachts oder an Wochenenden ausrücken. Nach deren Einsatz sei eine psychologische Betreuung gefragt, die aber nicht von der Polizei ausgeübt werden könne. Nur eine mobile soziale Notfalleinheit, die rund um die Uhr – auch an Wochenenden – angerufen werden kann, könne dieses Bedürfnis abdecken. So könne die psychologische Betreuung auch zu Zeiten gewährleistet werden, an welchen die bestehenden Sozialdienste nicht zur Verfügung stünden. «Nach dem Einsatz der Polizei bei Familienkonflikten müssen Spezialisten an Ort und Stelle aufkreuzen, welche mit den richtigen Worten die Situation entspannen können», fordern sie die Schaffung einer mobilen sozialen Notfalleinheit.

Anbaumethoden zum Schutz
landwirtschaftlicher Böden

Mittels einer Motion möchte der SVP-Grossrat Ueli Johner-Etter aus Kerzers erreichen, dass der Staat die Anbaumethoden zum Schutz landwirtschaftlicher Böden mit Finanzhilfen fördert. Es bestehe zwar ein entsprechendes Dekret, doch werde der Staat dabei nicht zwingend verpflichtet, Finanzhilfen zu gewähren. Ueli Johner möchte auch, dass das Dekret um mindestens fünf Jahre verlängert werde, also bis 2012.

Der SVP-Grossrat stellt fest, dass der Staatsrat beschlossen hat, das Dekret zu blockieren und die vom Grossen Rat mit deutlichem Mehr befürwortete Hilfe nicht mehr zu gewähren. «Der Staatsrat ist sich dessen offenbar nicht oder nicht mehr bewusst, dass Massnahmen zum Schutze des Bodens und der Natur nur dann einen Nutzen haben, wenn sie über einen gewissen Zeitraum angewendet und ausgebaut werden. Die mit rund 50 Landwirten abgeschlossenen Fünf-Jahres-Verträge waren ein Schritt in die richtige Richtung für die Umsetzung wirklicher ökologischer Massnahmen», betont Ueli Johner.

Bemühungen umsonst?

Er befürchtet, dass die Bemühungen dieser 50 Landwirte umsonst sein könnten, wenn die Massnahmen zum Schutze des Bodens nicht auf weitere Landwirtschaftsbetriebe ausgeweitet werden können. Seiner Ansicht nach kann es nicht angehen, dass eine wirksame und günstige Massnahme zur Verhinderung der Erosion nach so kurzer Zeit wieder aufgehoben wird.

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