Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Staatsrat ist gegen 60-Tönner

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Marjolein Bieri

Freiburg In ihrer Ende 2009 eingereichten Motion forderten SP-Grossrätin Valérie Piller-Carrard aus Gletterens und ihr Fraktionskollege Nicolas Rime aus Bulle den Staatsrat auf, einen Dekretsentwurf für eine Standesinitiative des Kantons Freiburg an die Bundesversammlung auszuarbeiten. Mit dieser Initiative soll gesetzlich verhindert werden, dass die Gewichtslimite auf Schweizer Strassen erhöht und 60-Tonnen-Lastwagen, sogenannte Gigaliner, zugelassen werden.

In der EU sind momentan Studien im Gange, welche den grenzüberschreitenden Verkehr von 60-Tönnern prüfen. Bereits Ende 2008 hatte die FDP-Liberale Fraktion auf Bundesebene die Interpellation «Keine Gigaliner auf Schweizer Strassen» eingereicht. Der Bundesrat sprach sich damals zwar für das Anliegen aus, wollte jedoch keine weiteren Schritte einleiten, da noch keine konkreten Forderungen seitens der Europäischen Kommission vorlagen.

Schon die Kantone Neuenburg und Luzern haben eine entsprechende Standesinitiative auf Bundesebene eingereicht. In den Kantonen Bern, St. Gallen und Solothurn sind ähnliche Bestrebungen im Gange.

In seiner Botschaft an den Grossen Rat erklärt der Staatsrat, dass die Tragfähigkeit der Brücken und Strassen in Freiburg nicht für eine solche Last geeignet seien. Gegen die 60-Tönner auf Freiburger Strassen spreche auch, dass das Kantonsstrassennetz aufgrund seiner Kreisel und kurvenreichen Strassenabschnitte für die Fahrzeuge von 25 Metern Länge kostspielig angepasst werden müsste. Das erhöhte Unfallrisiko für die anderen Strassenteilnehmer würde zusätzliche Kosten für Sicherheits- und Lärmschutzmassnahmen erfordern. Durch die Zulassung der Gigaliner würde vor allem auch die Wettbewerbsfähigkeit der Schiene beeinträchtigt.

Daher entschloss sich der Staatsrat, wie er in seiner Botschaft mitteilt, die Motion zur Annahme vorzuschlagen. Er leistet ihr sofort Folge, indem er dem Grossen Rat einen Dekretsentwurf für die Einreichung der Standesinitiative auf Bundesebene unterbreitet.

Meistgelesen

Mehr zum Thema