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Staatsrat lässt sich im Dossier Pavatex keine Vorwürfe machen

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«Die Wirtschaftsförderung scheint dem Geschehen tatenlos zuzusehen. Was hat sie versucht, um die Arbeitsplätze in Freiburg zu halten? Warum markiert sie nicht mehr Präsenz angesichts der Entlassungen bei Pavatex?» Dies fragten die SP-Grossräte Guy-Noël Jelk und Xaxier Ganioz (beide Freiburg) Mitte November. Auch wollten sie wissen, ob die Wirtschaftsförderung bestätigen könne, dass ein Teil der Pavatex auf Freiburger Boden bleibe, und ob sie Garantien geben könne. «Handelt es sich um eine kurzfristige Lösung zur Besänftigung der Behörden oder um eine langfristige Lösung?»

«Intensiv beschäftigt»

Seit mehreren Monaten behandle die Volkswirtschaftsdirektion das Dossier des Isolierplattenherstellers Pavatex, schreibt der Staatsrat in seiner Antwort. Dabei seien in den verschiedenen Entwicklungsphasen mehrere Dienststellen beteiligt gewesen. So habe das Amt für den Arbeitsmarkt eine Massenentlassung bereits im Juni durch Kurzarbeit verhindert. Im August 2014 habe die Leitung der Pavatex die Direktion aber informiert, dass sich die Geschäftslage nicht verbessert habe. Daraufhin habe die Wirtschaftsförderung geprüft, inwiefern Synergien mit den Energienetzen von Grossfreiburg möglich seien, um die Energiekosten zu senken. Dies sei aber als wirtschaftlich kaum rentabel verworfen worden.

Auch andere geprüfte Szenarien hätten die Verantwortlichen als unrealistisch abtun müssen. Eine direkte Unterstützung sei nicht denkbar gewesen, denn: «Es ist nicht möglich, öffentliche Mittel, die für die Schaffung neuer Arbeitsplätze bestimmt sind, zu nutzen, um eine Tätigkeit künstlich aufrechtzuerhalten, die sich nicht mehr als wirtschaftlich erweist.» Und als die Situation mit dem Streik schliesslich eskaliert sei, habe Volkswirtschaftsdirektor BeatVonlanthen Firmenleitung undPersonalvertretung zum Dialog bewegen können.

 Zusammengefasst bedeute dies, dass sich die Wirtschaftsförderung sehr wohl am Dossier beteiligt habe, indem sie die Situation noch vor der Massenentlassung analysiert und Vorschläge unterbreitet habe. «Es ist verfehlt, zu behaupten, die Wirtschaftsförderung scheine tatenlos zuzuschauen, wo sie sich doch intensiv mit dem Dossier beschäftigt hat, um eine positive Lösung für das Unternehmen zu finden», so der Staatsrat.

Auch längerfristig könnten die Kontakte zwischen der Wirtschaftsförderung und der Pavatex gepflegt werden. So sei es Ziel der Wirtschaftsförderung, dass Freiburg der Konzernsitz der Pavatex bleibe. Auch sei die Idee einer Zusammenarbeit mit dem Blue-Factory-Projekt und dem künftigen Smart Living Lab angesprochen. «Zum heutigen Zeitpunkt kann jedoch keine Garantie für derartige Projekte gegeben werden, die nur mittelfristig entwickelt werden können», so der Staatsrat. rb

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