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Staatsrat soll handeln

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Psychiatrische Pflege in Deutschfreiburg

Der Grosse Rat nahm gestern Kenntnis vom Bericht des Staatsrates über die psychiatrische Pflege, welche er aufgrund eines Postulates der Sensler Grossrätinnen Marie-Louise Rudaz-Spicher (cvp, Düdingen) und Maria Grazia Conti (sp, Schmitten) ausgearbeitet hat. In diesem Bericht stellte die Freiburger Regierung ein neues Gesetz über die psychiatrische Pflege in Aussicht.

Laut Marie-Louise Rudaz dauert es aber noch einige Zeit, bis das neue Gesetz in Kraft sein wird. «Wir brauchen unmittelbar unkomplizierte Lösungen», forderte sie gestern im Kantonsparlament und dachte an eine psychiatrische Pflege in den bestehenden Akutspitälern.
Auch Josefine Schmutz-Siffert (csp, Überstorf) machte auf die fehlenden Plätze in Deutschfreiburg aufmerksam. Für sie ist es nicht zumutbar, dass ohne Zwischenlösung auf das neue Gesetz gewartet wird. Ihrer Ansicht nach dürfen Psychischkranke nicht abgeschoben werden, sondern müssen in der Nähe behandelt werden. Behandlungen müssten ihrer Meinung nach in einem Bezirksspital Deutschfreiburgs angeboten werden sowie ambulante Dienste in jedem Bezirk, und zwar sofort. Sie gab dabei zu bedenken, dass so teure ausserkantonale Lösungen vermieden werden könnten.
CVP-Sprecherin Yvonne Stempfel wies darauf hin, dass das neue Gesetz die Gefahr in sich birge, neue Kos-ten zu verursachen und die Schaffung von neuen Verbänden zu provozieren. Nach ihren Worten müssen deshalb bestehende Strukturen berücksichtigt werden, wobei es gelte, den regionalen und sprachlichen Gegebenheiten Rechnung zu tragen.

Ruth Lüthi denkt an psychiatrische Abteilung im Spital Merlach

Laut Gesundheitsdirektorin Ruth Lüthi sind schon heute flexible Lösungen möglich. Vor allem stehe es den Spitälern offen, mit Psychiatern zusammenzuarbeiten. Sie gab aber zu verstehen, dass psychiatrische Abteilungen in Akutspitälern nicht einfach so schnell eröffnet werden können, zumal auch ein ergänzendes Angebot (Therapie usw.) geschaffen werden müsse. Wie sie weiter ausführte, ist aber eine solche Abteilung in einem Deutschfreiburger Spital vorgesehen. «Wir werden aber kein neues Spital bauen. Wir werden diese neue Aufgabe in eine bestehende Institution integrieren», hielt sie fest und verheimlichte nicht, dass sie an das Spital Merlach denkt, das diese neue Aufgabe gemäss Spitalplanung übernehmen könnte.

Ruth Lüthi versicherte zudem Bernard Garnier (fdp, Freiburg), dass die privaten Psychiater auch nach dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes ihren Platz haben und nicht von der öffentlichen Psychiatrie erdrückt werden.

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