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Stabiles Kreuz auf der Spitzfluh

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Stabiles Kreuz auf der Spitzfluh

Erinnerungen an die Aufrichtung vor 40 Jahren

Ehemalige des KTV Wünnewil setzten kürzlich mit Angehörigen und Freunden zum «Jubiläums-Gipfelsturm» auf die Spitzfluh an. Vor 40 Jahren hatten Mitglieder des KTV dort ein Gipfelkreuz errichtet.

Seit 40 Jahren grüsst ein solides Eichenkreuz vom markanten Gipfel der Spitzfluh. Eine stolze Anzahl unternehmungsfreudiger Turner des damaligen KTV Wünnewil haben 1963 ganze Arbeit geleistet. Unzählige Gewitter und Stürme vermochten zwar das Holz etwas zu bleichen, nicht aber die Standfestigkeit des Kreuzes ernsthaft zu beeinträchtigen. Bei der kürzlichen Jubiläums-Besteigung wurden auch Erinnerungen über die Entstehungsgeschichte wachgerufen.

Auf dem Euschels wirkte 1963, bereits seit Jahrzehnten, die beliebte Hirtenfamilie Bapst. Während der Sommermonate betreute sie mit grosser Zuverlässigkeit und beispielhaftem Verantwortungsbewusstsein die Sömmerungstiere der Viehzuchtgenossenschaft Wünnewil. Die zwei hübschen Töchter waren natürlich auch gewissen jungen Turnern aus dem Unterland aufgefallen. Wie es damals noch Brauch war, gehörte das «ga Schwörzne» mit zu den üblichen Gewohnheiten, gemeinsam frohe Stunden zu geniessen oder, wenns ernster wurde, auf Brautschau zu gehen.

Ein Gemeinschaftswerk

Bei einem solchen Beisammensein mit der Familie Bapst wurde einmal auch das Fehlen eines Kreuzes auf der Spitzfluh zum Thema. Damalige Verantwortliche des Turnvereins nahmen den Gedanken auf und leiteten bald erste Massnahmen ein. Für die junge, kräftige und dazu auch noch mutige Turnerschar bedeutete die Absicht einer Kreuzerrichtung auf der stolzen Spitzfluh eine echte Herausforderung. Bestimmt wirkte auch der christliche Geist in diesen jungen Leuten mehr oder weniger als zusätzlicher Antrieb.

Ernest Schafer, Landwirt in Blumisberg, spendierte einen geeigneten Eichenstamm. Das Sägewerk Gobet in Mühletal besorgte unentgeltlich den Zuschnitt der zwei währschaften Kreuzesbalken. Der Stamm misst immerhin stolze 4,25 m und der Querbalken 2,20 m. Der angehende Priester, Pius Häring, Bruder des damaligen KTV-Präsidenten Alfons Häring, leistete kunstvolle Schnitzerarbeit. Planung und Vorbereitung von Befestigung und Verankerung besorgte der tüchtige Schmiedegeselle Hugo Schaller.
Für die mehrmaligen Vorbereitungsarbeiten auf dem Gipfel, verbunden mit den nötigen Materialtransporten, waren stets motivierte Turnkameraden zur Stelle. Dem zähen Aushub im harten Gestein folgte das präzise Einbetonieren der schweren Eisenhalterungen. Zudem wurden Vorkehrungen für zuverlässige Drahtseilverstrebungen vorbereitet und auch an einen funktionstauglichen Blitzableiter wurde gedacht.

Als letzter Gang stand nun noch der eigentliche «Kreuzweg» bevor. Ab der unteren Euschelshütte gings mit purer Muskelkraft Schritt für Schritt bergan mit den Kreuzbalken. Xaver Ruffieux, Pfarrer von Jaun und ehemaliger Präses des KTV Wünnewil, weihte das neu aufgerichtete Kreuz ein. Der besinnlichen Einweihungsfeier wohnte nebst der rund 30-köpfigen Turnerschar aus Wünnewil auch der Vizeammann von Jaun bei.

Starker Regenfall zwang zu frühzeitigem Abstieg. Der guten Laune und der inneren Befriedigung zum unfallfrei gelungenen Werk tat dies jedoch keinerlei Abbruch. In der unteren Euschelshütte wurden erst einmal Hunger und Durst gestillt und es folgten frohe Stunden bei Gesang, Diskussion und Witz. FN/ espi

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