Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Stadler verkennt die Realität

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Brief an die FN

Stadler verkennt die Realität

Der Immunologe Beda Stadler von der Universität Bern provoziert sehr gerne und möchte in der Öffentlichkeit stets seine nicht ganz lupenreinen Ideen verkaufen, was ihm zum Glück selten gelingt. Er wollte zum Beispiel im vergangenen Jahr, dass alle Menschen in der Schweiz gegen Vogelgrippe geimpft werden. Möglicherweise fordert er dies auch dieses Jahr wieder. Im Interview der FN vom Mittwoch, 10. Oktober 2007, spielte sich Stadler einmal mehr als Fachmann auf, der er gar nicht ist. Man erhält nämlich im diesem Interview – je länger man es liest – den Eindruck, als hätte man es hier mit einer Kapazität der Medizin zu tun. Aber: Prof. Dr. Beda Stadler ist nicht Mediziner, sondern meines Wissens Biologe und kann gerade medizinische Zusammenhänge in Bezug auf das Rauchen – wenn überhaupt – nur schlecht beurteilen. Mir kamen die Antworten dieses Professors einmal mehr unfundiert und einfach in den Raum gestellt vor. Wenn er nämlich sagt, dass getrennte Restaurants für RaucherInnen und NichtraucherInnen die beste Lösung seien, dann verkennt dieser Mann die gesellschaftlichen Gepflogenheiten von Menschen, die sich nicht aufgrund der Frage, ob jemand raucht oder nicht raucht treffen oder nicht treffen, sondern aufgrund des gesellschaftlichen Zusammenseins. Er verkennt aber auch die gesamte Situation: Alle, die da sitzen und «mitrauchen», sind wohl oder übel gefährdet. Die FN, welche mit diesem Interview einen Kontrapunkt zu Dr. Zellweger, dem Lungenspezialisten, schaffen wollte, fand wohl keine andere Persönlichkeit bzw. echte Kapazität aus dem medizinischen Bereich, die sich darüber äussern wollte.Der Lungenarzt Jean-Pierre Zellweger dagegen hat in der FN-Ausgabe vom 10. Oktober klar und deutlich aufgezeigt, wo die Probleme liegen. Beispielsweise zeigte er auf – dies ist mit verschiedenen Studien unterlegt – dass durch gezielte Rauchverbote in öffentlichen Gebäuden inklusive Restaurants die Lungenkrankheiten bei Menschen zurückgegangen sind, und zwar in sehr grossem Masse. Über was diskutieren wir heute noch, wenn wir die ganze Problematik der Krankenkosten anschauen?Ich persönlich habe im Grossen Rat für die konsequente Version, nämlich totales Rauchverbot in Gaststätten gestimmt. Froh bin ich darüber, dass der Grosse Rat zumindest meine Motion, die ich gemeinsam mit Grossrat Hugo Raemy eingereicht habe, die den Verkauf von Tabakwaren an Jugendlichen unter 16 Jahren verbieten will, angenommen hat. Es bleibt nun noch die Hoffnung, dass die Freiburger Bevölkerung im nächsten Jahr die Volksmotion über das Nichtrauchen annehmen wird. Martin Tschopp, Grossrat, Schmitten

Mehr zum Thema