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Stadt Freiburg wird noch linker

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Der neu gewählte Gemeinderat der Stadt Freiburg: Pierre-Olivier Nobs, Mirjam Ballmer, Thierry Steiert, Andrea Burgener und Laurent Dietrich (von links nach rechts).
Aldo Ellena

Vier von fünf Sitzen im Gemeinderat Freiburgs gingen bei den Wahlen am Sonntag an linke Parteien. Der FDP gelang es nicht, ihren Sitz zu verteidigen. Dafür konnten die Grünen bei der Bevölkerung punkten und Einzug in den Gemeinderat halten.

Die grüne Welle ist inzwischen auch im Gemeinderat von Freiburg angekommen. Zwar war die Stadt auch die letzten Jahre schon von linker Politik geprägt: Gegensteuer gaben nur Laurent Dietrich (CVP) und Antoinette de Weck (FDP). Nachdem sich Letztere nicht zur Wiederwahl gestellt hatte, konnten die Grünen allerdings die Gunst der Stunde nutzen. Mit einem Wähleranteil von rund 22 Prozent sind sie nicht weit von der SP entfernt, die sich 29 Prozent der Stimmen geholt hat.

«Es ist fantastisch», kommentierte die Co-Präsidentin der Grünen, Liliane Galley. Man habe zwar schon auf eine linke Mehrheit gehofft, das Ziel sei aber mit dem Sitz der Grünen im Gemeinderat und der verstärkten Mehrheit der linken Parteien sogar doppelt erreicht. Co-Präsident Oliver Collaud ergänzte: «Die grüne Welle kommt jedoch nicht von nichts». Der Erfolg gründe auf der Arbeit der letzten fünf Jahre sowie auf etlichen Pionieren, die sich schon vor Jahrzehnten für eine klimafreundliche Politik eingesetzt hätten.

Getrennte Listen

Die Vizepräsidentin der SP, Lise-Marie Graden, zeigte sich ebenfalls erfreut über die Wahlergebnisse. «Es ist der Sieg der linken Parteien Freiburgs», erklärte sie. Auch die SP habe das gesteckte Ziel bei Weitem übertroffen, sie sei zudem glücklich, dass die Grünen einen Sitz ergattern konnten. Die zwei SP-Gemeinderäte hätten gute Arbeit geleistet, die Wiederwahl unterstreiche dies: «Das Ergebnis zeigt, dass die linke Politik von der Bevölkerung getragen wird». Im Gegensatz zu 2016, als Grüne, SP und CSP sich auf einer einzigen Liste zur Wahl stellten, traten sie dieses Jahr mit drei Listen an. Dies habe den drei Parteien bestimmt auch in die Karten gespielt, erklärte Graden. Klar war das aber lange nicht: Pierre-Olivier Nobs (CSP) musste bis zum Schluss um seinen Sitz im Gemeinderat zittern.

Starker Wahlkampf

Als Kleinpartei hatte die CSP die schwierige Aufgabe, genügend Wählerstimmen zu sammeln, um ihrem Kandidaten eine weitere Legislatur zu verschaffen. Das war Parteipräsident Maurice Page von Anfang an bewusst. «Wir haben eine riesige Kampagne geführt». Neben Plakaten und Anlässen in der Stadt habe die CSP auch vermehrt auf die sozialen Netzwerke gesetzt – inklusive eigenem Youtube-Kanal. «Wir haben fast gleich viel in die sozialen Medien investiert wie in die Papierwerbung», so Page.

Kein Sitz für FDP

Zu einem erfolgreichen Wahlkampf gratulierte der CSP unter anderen CVP-Präsident Simon Murith. Er freute sich über den Sitz, den die CVP trotz des Verlusts von zwei Prozentpunkten gegenüber den letzten Wahlen beibehalten konnte. Ganz glücklich war er allerdings nicht über die Resultate: «Wir bedauern, dass der Gemeinderat noch weiter nach links rutscht.» Denn rund 35 Prozent der Bürgerinnen und Bürger Freiburgs wählten Mitte-rechts. «Diese sind nur durch eine einzige Person im Gemeinderat vertreten», so Murith.

Im Gegensatz zur CVP konnte die FDP ihren Sitz nicht halten. «Wir sind ein junges Team mit jungen Kandidierenden», erklärte Parteipräsidentin Océane Gex. Die meisten gewählten Gemeinderäte hätten sich schon vor dem Wahlkampf einen Namen gemacht. Durch die aktuelle Pandemie sei es schwieriger gewesen, bei der Bevölkerung bekannt zu werden. Trotzdem schaut Gex optimistisch in die Zukunft: «Wir werden sicher in fünf Jahren wieder antreten. Bis dahin werden wir nicht schweigen, sondern im Generalrat weiter­machen.»

Eine Listenverbindung von FDP und SVP hätte den beiden bürgerlichen Parteien einen Sitz im Gemeinderat einbringen können. Die Option habe man diskutiert, so Gex. «Die Unterschiede waren aber zu gross, als dass wir eine gemeinsame Linie hätten fahren wollen». Bei den aktuellen Wahlen habe die FDP lieber auf die jungen Kandidierenden gesetzt, die sie fördern wollte.

SVP-Parteipräsident David Papaux sieht das anders: «Es ist schade, dass diese Verbindung nicht zustande gekommen ist», erklärte er. Sein Kommentar zu den Wahlen: «Die Bevölkerung hat gesprochen, die Nachricht ist klar: Sie will, dass die Linke die Stadt regiert.»

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