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Stadt senkt technischen Zinssatz erst auf 2019

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Das Vermögen der Pensionskasse der Stadt Freiburg ist letztes Jahr um rund zwei Millionen Franken auf 175 Millionen Franken gestiegen. Auch das Vorsorgekapital hat sich positiv entwickelt: Es ist um rund sechs Millionen Franken auf 240 Millionen gestiegen. Der Deckungsgrad beträgt 70,3 Prozent und erfüllt damit die Vorgaben des Finanzierungs- und Sanierungsplans, der einen Deckungsgrad von 80 Prozent im Jahr 2052 vorsieht. «Der Pensionskasse geht es heute gut», sagte Verwalter André Dousse gestern vor den Medien.

Erstaunlich tief fiel letztes Jahr die Rendite bei den Immobilien aus: Sie lag bei 2,61 Prozent. 2015 hatten diese noch eine Rendite von 7,64 Prozent abgeworfen. «Das liegt vor allem an buchhalterischen Änderungen», so Dousse. So mussten die Gebäude neu bewertet werden, gleichzeitig sank der Hypothekarzins. «Nächstes Jahr wirkt sich dies nicht mehr aus.»

Der technische Zinssatz

Trotz der stabilen Zahlen schaut Dousse mit Besorgnis in die Zukunft. Denn der technische Zinssatz ist zu hoch. «Wir müssen reagieren, aber nicht sofort», sagte Dousse.

Zinssatz höher als Rendite

Der technische Zinssatz legt die Höhe der Rente fest: Pensionskassen überlegen, wie hoch das für die Rentenzahlungen zurückgestellte Kapital ver­zinst werden kann – also wie viel Rendite das angelegte Kapital einbringen wird. Die Rendite sollte die auszuzahlende Rente decken. Der technische Zinssatz muss also langfristig unter der effektiv erwirtschafteten Vermögensrendite liegen, damit die Rechnung aufgeht. Der technische Zinssatz der städtischen Pensionskasse liegt jedoch bei 3,5 Prozent – und damit über der letztjährigen Rendite von 2,9 Prozent. Und über dem Referenzzinssatz von 2,25 Prozent.

Arbeitsgruppe eingesetzt

Bereits letztes Jahr hatte sich eine Arbeitsgruppe der Stadt zusammengesetzt, um zu prüfen, welche Massnahmen möglich und nötig wären, um eine Senkung des technischen Zinssatzes zu begleiten. Denn eine Senkung wirkt sich auf den Deckungsgrad der Kasse aus: Dieser sinkt.

«Wir haben in der Arbeitsgruppe einige Massnahmen diskutiert», sagte Syndic Thierry Steiert (SP). Veränderungen seien an zwei Orten möglich: bei der Finanzierung und bei den Leistungen. «Da müssen wir einen guten und ausgewogenen Mittelweg finden.» Steiert schwebt ein technischer Zinssatz von 2,75 Prozent vor. «Diesen führen wir aber erst auf Januar 2019 ein.» Die Verantwortlichen der Pensionskasse haben letztes Jahr ein erstes Mal Rückstellungen geschaffen, um die Senkung des technischen Zinssatzes besser auffangen zu können.

Chronologie

Zwei Mal schoss die Gemeinde Geld ein

Ende 2003 betrug der Deckungsgrad der Pensionskasse der Stadt Freiburg noch 31,4 Prozent. 2005 gab es eine Rekapitalisierung über 30,6 Millionen Franken. Der Deckungsgrad stieg an. Doch mit der Finanzkrise sank er wieder unter 50 Prozent. 2013 schoss die Stadt erneut 56,8 Millionen Franken ein. Gleichzeitig kürzte sie Leistungen.

njb

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