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Stadt will die Trolleybusse behalten

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«Wir wollen die Trolleybusse behalten»: Das sagte SP-Generalrat Jérôme Hayoz an der letzten Generalratssitzung Mitte Dezember. «Seit einiger Zeit gibt es auf den städtischen Linien immer weniger Elektrobusse sowie umstellbare Trolleybusse – und immer mehr Dieselbusse.» Er befürchte, dass nun bald auch auf der Stadtlinie 2 Dieselbusse eingesetzt würden. Diese Buslinie führt vom Schönberg in Freiburg über den Bahnhof nach Les Dailles in ­Villars-­sur-­Glâne. Dazu fährt sie auch um die Kathedrale St. Nikolaus im Burgquartier.

Dort ist Anfang Dezember das Südportal enthüllt worden, nachdem es während vierzig Jahren hinter einer speziellen Hülle versteckt worden war, zum Schutz vor den Abgasen der Autos. Nun fahren nach der Schliessung der Zähringerbrücke kaum mehr Autos durch die Hängebrückegasse, und der Blick auf das sanierte Südportal ist wieder frei – fast frei: Die Oberleitungen der Trolleybusse sind zu sehen. Nun ist geplant, diese Oberleitungen auf der Südseite der Kathedrale zu entfernen. Das würde heissen, dass der Bus auf einer Länge von 290 Metern ohne Stromzufuhr fahren würde und daher umstellbare Trolleys eingesetzt werden müssten.

Das nährt bei Jérôme ­Hayoz die Angst, dass die Freiburgischen Verkehrsbetriebe TPF gleich ganz auf Diesel umstellen werden, «und das auf unserer längsten und wichtigsten Buslinie». Sowohl die Stadt als auch die Agglomeration Freiburg wollten aber elektrische Trolleybusse, sagte er im Generalrat und forderte den Gemeinderat dazu auf, bei den Verkehrsbetrieben entsprechend zu intervenieren.

TPF-Sprecherin Richelle Hartmann sagte den FN, dass nicht die TPF selber, sondern die Auftraggeberinnen – also Stadt und vor allem Agglomeration – über die Fahrzeugtypen entschieden. Im Oktober hatten die TPF Hybridbusse getestet. Dabei benutzten die Busse laut Hartmann auf fünf Prozent der gefahrenen Kilometer ausschliesslich die elektrische Batterie. Der Hybridbus habe ein Drittel weniger Energie verbraucht als die umstellbaren Trolleys, und 22 Prozent weniger als ein Dieselbus Euro 6 – ein Dieselbus der neusten Generation. Diese Resultate werden die TPF der Agglo vorstellen.

Félicien Frossard, Generalsekretär der Agglo, will aber noch mehr wissen. «Wir werden sehr wahrscheinlich ein spezialisiertes Büro mandatieren, das uns aufzeigen soll, welche Fahrzeuge ökologischer und welche auf lange Sicht wirtschaftlicher sind.» Der Fahrzeugmarkt sei ziemlich komplex, es gebe laufend technische Fortschritte. Der Umweltgedanke sei der Agglo wichtig, der Preis aber auch: «Wir suchen nicht das billigste Fahrzeug, aber wir setzen auch nicht auf die perfekte ökologische Lösung, wenn der Preisunterschied zu gross ist.»

Dem Freiburger Mobilitätsdirektor Pierre-Olivier Nobs (CSP) liegen die elektrischen Trolleybusse am Herzen. «Sie machen viel weniger Lärm als Dieselbusse und sind besser für die Luftqualität.» Nicht zuletzt seien die Buslinien dank den Oberleitungen lesbar. «Es ist gerade für Touristen angenehm, wenn sie sehen, wo die Busse durchfahren.»

Nebst der Linie 2, die durchgehend elektrifiziert ist, fahren auch die Busse auf der Linie 1 – von Marly nach Granges-Paccot – zu rund einem Drittel mit den Oberleitungen. Auf der restlichen Strecke schalten sie auf die Speicherbatterie um. «Es ist gut möglich, dass diese Busse mittelfristig durch Dieselbusse ersetzt werden», sagt Nobs. «Dann gäbe es in Freiburg bald keine Trolleys mehr.» Er weist daraufhin, dass viele grosse Städte in Europa in den letzten Jahren auf Elektrotrolleys umgestellt haben. Nobs hofft nun, dass in Freiburg nicht das Gegenteil passiert.

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