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Stadtmauern, Türme und Schlösser

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2018 ist das vom Europarat und der Europäischen Union ausgerufene Jahr des Kulturerbes. Der Bund macht mit, und der Kanton Freiburg folgt dem Beispiel. Das Jahr soll aber keine abgehobene Sache werden, sondern Kulturdenkmäler für die Bevölkerung sicht- und greifbar machen, wie Staatsrat Jean-François Steiert (SP) gestern vor den Medien sagte.

Der Spaziergang auf der Ringmauer mit ihren Schiessscharten, über unebene Sandsteinquader und abgewetzte Stufen hinab vom Bollwerk im Altquartier bis in den Garten der Pädagogischen Fachhochschule ermöglicht denn auch eine besondere Perspektive auf die Stadt und macht ihre Geschichte erlebbar. Die Freiburger Ringmauer ist die längste noch erhaltene Festungsmauer der Schweiz und illustriert auf einfache Weise, welche Bedeutung Kulturgüter für eine Gesellschaft haben.

«Sie schaffen Identität und begründen sozialen Zusammenhalt. Dafür wollen wir sensibilisieren», erklärte Staatsrat Jean-Pierre Siggen (CVP), verantwortlich für die Kultur. Neben der Stadtmauer sind in den Sommer- und Herbstmonaten auch die Burgen und Schlösser der Bezirkshauptorte mit ihren grossen Wachtürmen für das Publikum geöffnet.

Nutzungsstrategie fehlt noch

Das Jahr des Kulturerbes soll auch zeigen, welches Potenzial die Freiburger Stadtmauern und Schlosstürme zu bieten haben. Hat das Projekt Erfolg, könnte dieses Kulturerbe dauerhaft für die Öffentlichkeit geöffnet werden, wie ­Stanislas Rück, Chef des Amts für Kulturgüter, sagte. Dafür müsste aber viel mehr Geld in die Hand genommen werden, als dies für die kurzfristige ­sichere Begehung der Ringmauer nötig war. Es fehlt zudem an einer eigentlichen Nutzungs- und Bewirtschaftungsstrategie für die historischen Kulturdenkmäler im Eigentum des Kantons. Bisher investierte dieser in erster Linie in den Unterhalt der Bauwerke. Nur punktuell wird der kulturelle Wert voll ausgeschöpft, so etwa bei der Kathedrale, den Schlössern von Greyerz und Romont, die anerkannten kulturellen Institutionen zur Verfügung gestellt werden, oder dem Bollwerk, wo ein Kulturfestival stattfindet.

Das soll sich nun ändern. Als Antwort auf ein Postulat der Gross- räte Jean-Pierre Doutaz (CVP, ­Greyerz) und Raoul Girard (SP, Bulle) lässt der Staatsrat das Potenzial der historischen Bauwerke und Anlagen, die sich im Besitz des Staates befinden, abschätzen, und er schlägt eine Nutzungs- und Bewirtschaftungsstrategie zu ihrer Erhaltung und Förderung insbesondere im kulturellen und touristischen Bereich vor. Die Vorschläge kommen dann vor den Grossen Rat.

Ansehen des Kantons steigern

Würde man in die heutigen Ausgaben für den Unterhalt der Denkmäler ein Kulturförderungsziel einbeziehen, ergäbe sich daraus eine Wertschöpfung, die gemäss Fachleuten eineinhalb bis zweimal so gross wäre wie heute, so der Staatsrat. «Das würde auch zum Ansehen und zur Attraktivität des Kantons auf nationaler und internationaler Ebene beitragen.»

Programm

Rundgänge in Stadt und Kanton Freiburg

Der Rundgang «Freiburger Stadtmauer» ist zehn Kilometer lang. Zwei Kilo­meter davon führen über die Befestigungsmauer. Der Thierryturm neben der Universität Miséricorde wird auf der ganzen Höhe begehbar sein. In den Türmen der Schlösser von Bulle, Estavayer und Murten finden sich alte Gefängnisse und eine Militärarchitektur, an der sich seit der Erbauung kaum etwas geändert hat. Von oben hat man eine atemberaubende Aussicht. Offen sind auch die Türme von Montagny und La Molière. Die Rundgänge sind nur für Personen geeignet, die gut zu Fuss sind.

rsa

 

Mehr Infos: www.fr.ch/kga. Öffnungszeiten: 4. Juni bis 31. Oktober, in der Regel täglich von 9–19 Uhr.

 

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