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Stammumfang sieben Meter

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Stammumfang sieben Meter

Mammutbaum im Schlosspark Münchenwiler

Der Mammutbaum im Schlosspark Münchenwiler mit eigenem Blitzableiter ist einer der grössten und die Metasequoia gehört zu den seltenen Bäumen in der Schweiz.

Von UELI GUTKNECHT

Das «Markenzeichen» des vom Schlossgärtner Stephan Pfander sorgsam gepflegten Parks ist sein grosser Bestand einheimischer und exotischer Bäume. Als Besonderheiten sind zu nennen: Die zwei auf einem Keller wachsenden Lärchen und die Thuya Plicata, deren auf die Erde reichenden Zweige Wurzeln schlagen (Adventivwurzeln) und weiterwachsen.

140 Jahre alt

140-jährig, 42 Meter hoch und ein Stammumfang von etwa sieben Metern, gemessen rund zwei Meter über dem Boden und ein eigener Blitzableiter: Das sind die beeindruckenden Daten des ab etwa zwei Metern Höhe doppelstämmig gewachsenen Mammutbaumes links vom Schlosseingang. Auf der Tafel an seinem Stamm steht sein komplizierter und in der Vergangenheit oft geänderter Name: «Mammutbaum, Wellingtonia Séquoia géant – Sequoiadendron giganteum – Taxodiaceae». Den eigenen Blitzableiter erhielt er 1990. Den Jahrhundertsturm Lothar überstand er unbeschadet.

Obwohl er vom Spätsommer bis Ende Winter die Nadeln wechselt, bleibt er immer grün. In der Schweiz findet man ihn in Botanischen Gärten, in Parks und herrschaftlichen Gärten, wo er fast Mythos-Status erreichte. Weil er viel Platz braucht und sein Holz für die industrielle Verarbeitung nicht taugt, sieht seine Zukunft düster aus.

Seine Heimat ist Kalifornien. Dort entstehen auch die Bilder jener Mammutbäume, durch deren Spalt ein Strassenkreuzer fährt.

Die Höchsten, die Dicksten . . .

Der höchste Mammutbaum in der Schweiz ist mit 48 Metern jener von Walenstadt (SG).

Der dickste Mammutbaum in Europa dürfte jener in Corseaux sur Vevey mit 12,56 Metern sein. Der dickste und höchste Italiens mit einer Höhe von 50 Metern und einem Stammumfang von 7,11 Metern steht in Bozen. Mit 2150 Tonnen Lebendgewicht dürfte «General Sherman» in den USA das wohl schwerste Lebewesen unserer Erde und vielleicht der mächtigste Mammutbaum aller Zeiten sein.
Auf Initiative des Schweizer Konsuls Berton in San Francisco erhielt der Schweizer Forstverein im Februar 1871 von Schweizer Auswanderern aus Kalifornien 29 lot (454 Gramm) Mammutbaumsamen.*

Metasequoia galt
als ausgestorben

Die Metasequoia steht oberhalb des Schlossparkplatzes. Sie ist rund 60-jährig, wirft ihre Nadeln – wie die Lärchen – im Herbst ab. Ihre Heimat ist China. Um 1940 wurde sie wiederentdeckt. Zuvor galt sie in Fachkreisen als ausgestorben. «Wir haben hier in Münchenwiler zwei der sehr seltenen Exemplare. Das dürfen sie ruhig schreiben», bemerkt Stephan Pfander auf unserem Rundgang mit sichtlichem Stolz.

*Quelle: Schweizerische Beiträge zur Dendrologie 1997-98.
Vom Kloster zum Tagungszentrum

Das Schloss Münchenwiler hat eine bewegte Geschichte hinter sich: Um 1100 war es ein Cluniazenserkloster, später wurde es ein Renaissance-Schloss, dann ein mit Namen wie von Wattenwyl, von Bonstetten, Steiger, von Graffenried verbundener herrschaftlicher ländlicher Wohnsitz. 1943 erwarb der Staat Bern das Schloss um es der bernischen Volkshochschule für die Erwachsenenbildung zur Verfügung zu stellen. Die heutige Pächterin Parkhotel Schloss Münchenwiler AG setzt erfolgreich auf Seminare. Die drei Plenarsäle bieten Platz für rund 300 Personen. In 40 Zimmern bietet sie 70 Betten an. Eine Spezialität sind die Wochenend-Bankette für Hochzeiten (Schlosskapelle). Für die bestehende Nachfrage gibts schon fast zu wenig Wochenende. ugu

Kontakte: Telefon 026 672 81 81.

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