Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Stark bleiben in der Migros*

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf, sagt ein afrikanisches Sprichwort. Und die Migros, möchte ich hinzufügen. Denn nirgendwo sonst können die Kinder ihre Willenskraft stärker stählen und sich im glücksbringenden Verzicht besser üben als vor den vollen Supermarktregalen.

Das rede ich mir jedenfalls ein, um die Einkaufstortur erträglicher zu machen. Denn meine Kinder wollen beim Einkaufen immer alles haben: Die Himbeeren–«die ha ni soooo gärn». Die kleinen Käsekugeln–weil da lustige Kühe drauf sind. Den bunten Ball–«mir händ jo erscht zwöi grossi». Und ich sage standhaft Nein. Weil die Beeren mehr Flugmeilen auf dem Konto haben als ich. Weil der Käse nach nichts schmeckt und weil Bälle nicht auf der Einkaufsliste stehen.

Darum verschliesse ich meine Ohren vor den Sirenengesängen meiner Kinder, die mich von den Vorzügen eines Jumbopacks Gummibärli überzeugen wollen («Weisch, denn längts au no fürs Mami.»). Und wenn das Bittibätti in Heulen und Wehklagen übergeht, halte ich den Zweien einen Vortrag über das berühmte Marshmallow-Experiment aus den 60ern: Der Neuropsychologe Walter Mischel setzte Vorschulkindern einen Marshmallow vor die Nase und sagte ihnen, dass sie eine zweite Süssigkeit bekämen, wenn sie das Zuckerzeug 20 Minuten lang nicht essen würden. Wissen Sie, was er herausgefunden hat? Kinder, denen es gelang durchzuhalten, waren Jahrzehnte später beruflich und privat erfolgreich und zufriedener. «Verzichten macht glücklich! Willenskraft zahlt sich aus!», belehre ich die quengelnden Kids.

Abgekämpft, aber moralisch gereift erreichen wir schliesslich die Kasse, wo es ein letztes Mal gilt, die Ich-will-das-haben-Blicke der Kinder Richtung Süssigkeitenregal zu ignorieren. Vor Ostern war der Charaktertest besonders fies. Denn wenn man schon glaubte, alles überstanden zu haben, fragten die Kassiererinnen: «Nämed Sie d’Chläberli?»

Sie wissen schon, diese glitzernden Hasensticker. Wenn man eine ganze Sammelkarte voll hatte, konnte der Nachwuchs einer dieser seltsam geformten und seltsam gefärbten Plüschhasen aus China mit nach Hause nehmen.

Und wissen Sie was? Ich nahm die Kleber – jedes Mal. Bis wir zwei Karten voll hatten. Und die Kleinen je einen Hasen. In Rosa und Grün. Und wenn Sie jetzt denken, das sei schampar inkonsequent von mir, dann lassen Sie mich Ihnen sagen: Nur der Sture ist immer konsequent. Der Klügere gibt zwischendurch nach. Auch das eine Lektion fürs Leben, die sich in der Migros lernen lässt. Und im Gegensatz zum Marshmallow verursachen die Plüschviecher bei den Kleinen wenigstens keine Karies.

 * Dieser Text entstand ohne freundliche Unterstützung der Migros.

Mehr zum Thema