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Starkes La Roche schafft den Aufstieg

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Wegen des ungenügenden 1:1-Remis letzten Mittwoch in Heitenried habe seinem Team wohl die letzte Portion Motivation gefehlt, sagt Coach Nick Calvetti nach dem verlorenen Heimspiel gegen den FC La Roche/Pont-la-Ville. Geschenke erhielt der Gast aus dem Greyerzbezirk, der mit einer grossen Anzahl lautstarker Fans angereist war, vom Sensler 3.-Ligisten jedoch keine. Wie in allen fünf Aufstiegspartien verkauften die Unterländer ihre Haut teuer, was den Trainer der siegreichen Mannschaft, Samuel Clément, zur Aussage bewog, für ihn seien die beiden Sensler Vertreter in der Gruppe die hartnäckigsten Gegner gewesen. Mit diesem schönen Kompliment können sich Bösingen und Seisa 08 allerdings nichts kaufen, beide mussten ihr zumindest hinter den Kulissen angegebenes Ziel Aufstieg schon vorzeitig begraben.

So konnten dann am Samstagabend eben die frankofonen Klubs feiern, Siviriez trotz einer bedeutungslosen 1:2-Niederlage beim Aufstiegsfavoriten Châtel-St-Denis, und eben Pont-la-Ville, das spielerisch in dieser Finalrunde klar die beste Mannschaft dieses Sextetts stellte, und auch in Bösingen, nochmals im Gegensatz zum Heimklub, seine offensiven Stärken in die Waagschale werfen konnte.

Aufstieg schon vorher verpasst

Im Nachhinein gesehen haben die Bösinger den Aufstieg nicht am Samstagabend vergeben, sondern vielmehr schon im ersten Heimspiel gegen Siviriez, das man unter besonderen Verhältnissen mit 0:2 verlor, auch weil drei Stammspieler wegen einem Hochzeitsfest fehlten. Diesen Rückstand konnte das Calvetti-Team nie mehr ganz aufholen, obwohl man mit Hüter Lukas Bucheli wohl den besten Keeper in dieser Poule stellte. Den Bösingern fehlten in den entscheidenden Momenten im Abschluss treffsichere Stürmer, wie sie eben die beiden Aufsteiger hatten, wie zum Beispiel der Doppeltorschütze vom Samstag Maxime Richard. Grosse Vorwürfe muss sich die junge und ambitionierte Mannschaft Bösingens allerdings keine machen, einsatzmässig gab sie bis zum Schluss alles; im letzten Spiel ging sogar Assistenztrainer Sejdini Susaket, der kurzfristig in der Abwehr eingesetzt wurde, mit seinen 43 Jahren (!) noch als Vorbild voraus. Der frühe Vorsprung dank einem Strafstoss kam den Rotschwarzen natürlich entgegen; einmal in Rückstand liegend konnten die Sensler dann allerdings gegen die gut stehende Gäste-Abwehr nicht mehr reagieren. In der Schlussphase kamen dann auch noch die Ersatzspieler auf beiden Seiten zum Einsatz, was dem Spielfluss und dem Mannschaftsspiel natürlich nicht unbedingt förderlich war.

Schöne Familiengeschichte

Kurz vor 22 Uhr konnte der FC La Roche/Pont-la-Ville nach einem verdienten 3:1-Sieg die Champagnerflaschenkorken knallen lassen und den mehr als verdienten Aufstieg bis weit in die Nacht hinein feiern. Der sportliche Erfolg basiert auf zwei Familienclans: Fast die halbe Mannschaft und der Trainerstaff des Traditionsklubs am Greyerzersee heisst entweder Clément oder Brodard. «Diese unglaublichen Verwandtschaftsbande waren schon auch ein wichtiger Faktor unserer Erfolge in dieser Saison», bestätigten nach dem Match sowohl Captain Julien Brodard wie auch Trainer Samuel Clément. Mit einer vorher schon guten Basis und sportlichem Zustupf aus Marly wurde ein Team zusammengestellt, das auch in der kommenden Saison mit punktuellen Verstärkungen in der 2. Liga durchaus eine gute Figur machen kann. Nach den Abstiegen von Ependes/Arconciel und Marly kann nun La Roche praktisch in diese geografische Lücke springen. Auch in Bösingen verlor das Team nach dem unglücklichen Rückstand nie die Nerven und konnte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit das wichtige Ausgleichstor erzielen. In der zweiten Hälfte waren die Gäste dann klar die bestimmende Mannschaft und die beiden Siegestore nur eine Folge ihrer Überlegenheit und den offensichtlichen Vorteilen im spielerischen und technischen Bereich.

Trotz des Scheiterns im Aufstiegsrennen geht die Welt beim FC Bösingen nicht unter; der Grossteil der Mannschaft bleibt unter der Leitung von Nick Calvetti auch nächste Saison zusammen. Drei wichtige Spieler (Klaus, Häring, Burri) werden aus verschiedenen Gründen eine Fussballpause einlegen und sollen teilweise mit Inter-Junioren aus Düdingen ersetzt werden.

Trainer Calvetti blickt übrigens persönlich auf eine sehr gelungene Saison zurück – er bestritt als Trainer die Aufstiegsspiele mit Bösingen und stieg mit dem FC Schmitten, wo er immer noch Sportchef ist, in die 3. Liga auf – und gab sich nach dem Spiel im Bierzelt zufrieden mit seinen Spielern. Spätestens nächste Saison wird der Coach dann aber Gewissensbisse bekommen, wenn das erste 3.-Liga-Duell zwischen Bösingen und Schmitten ansteht.

Telegramm

Bösingen – La Roche/Pont-la-Ville 1:3 (1:1)

Sportanlage: 300 Zuschauer. – SR Philippe Clerc.

Tore: 33. Klaus (Foulpenalty) 1:0, 45.+1 Richard 1:1, 74. Richoz 1:2, 84. Richoz 1:3.

FC Bösingen: L. Bucheli (46. Reinhardt); Hagen, Sejdini, M. Ledermann; Klaus, Häring; Müller, Odza; D. Ledermann, Mosimann.

FC La Roche/Pont-la-Ville: Gendre: Richard, Descloux, A. Clément, Kolly; Richoz, Brodard; F. Clément, Q. Brodard, J. Brodard Rigolet. Weiter wurden eingesetzt: Risse, S. Clément, Tornare, Marthe, D. Clément, Fragnière.

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