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Start umfassender Bodenanalysen

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Start umfassender Bodenanalysen

Autor: Regula saner

Vor einem halben Jahr wurde das Gebiet unterhalb des Wasserkraftwerks von Posieux zur Sperrzone erklärt. Wenn der Gitterzaun nicht wäre und daneben nicht die Kehrichtverbrennungsanlage Saidef stünde, würde man sich in einem idyllischen Waldstück wähnen, welches um diese Jahreszeit von grossen Schnecken bevölkert wird. In Tat und Wahrheit befindet man sich auf einem riesigen Abfallberg. Während über zwanzig Jahren (von 1952 bis 1973) wurde der für die Saane typische Mäander regelrecht zugemüllt: mit Hausabfall, Sperrgut, Bauabfällen sowie Gewerbe- und Industrieabfällen. Diese Hinterlassenschaften von einst haben heute konkrete Folgen. Im vergangenen Jahr wurden in der Saane Fischproben genommen, welche zu hohe PCB-Werte enthielten (siehe Kasten). Daraufhin verhängten die Behörden ein Fischereiverbot, das bis heute gilt.

Stadt und Kanton arbeiten mit Experten zusammen

Seit einigen Wochen sind nun Fachkräfte des Büros CSD Ingénieurs Conseils SA auf der ehemaligen Deponie La Pila zugange. In weissen Schutzanzügen und mit Mundschutz ergründen sie den Deponiekörper. Gestern präsentierten die Behörden den Medien diese zweite Phase der Detailuntersuchungen, welche im Hinblick auf die spätere Sanierung der alten Deponie vorgenommen werden.

Das Prozedere zur Bewältigung der Umweltsünden von damals wird vom eidgenössischen Umweltschutzgesetz und der darauf beruhenden Altlasten-Verordnung geregelt, wie Loïc Constantin, Chef der Sektion Abfall und Altlasten beim kantonalen Amt für Umwelt, erklärte. Constantin ist auch der Präsident der Interdisziplinären Koordinationszelle für die Sanierung der alten Deponie La Pila. Bauherr ist ein Konsortium bestehend aus dem Kanton und der Stadt Freiburg. Denn das Grundstück gehöre leider, so der Vorsteher des Amtes für Wald, Wild und Fischerei und Vertreter des Bauherrn, Walter Schwab, wieder dem Kanton. Während des Betriebes der ehemaligen Deponie durch die Stadt war das Grundstück an die Stadt abgetreten worden.

Gemäss Loïc Constantin ist es das Ziel der jetzigen Untersuchungsphase, den Deponiekörper (240 000 m3) genau zu analysieren – wo genau welche Abfälle gelagert wurden. Es gehe auch darum zu wissen, an welchen Stellen die PCB-Werte wie hoch sind. «Denn nur so kann dereinst ein differenzierter Massnahmenkatalog erstellt werden.»

Bodenbohrungen

Abgesehen von einem sogenannten Hotspot, wo bereits früher eine hohe Konzentration an Schwermetallen und an PCB gemessen wurde, weiss man erst wenig über die Beschaffenheit des Abfallberges.

Dazu werden in Bodenbohrungen Feststoffproben entnommen, welche alle Abfall- und Erdschichten enthalten bis zum Untergrund. Das Material wird anschliessend analysiert. Die ersten Materialbohrungen weisen verschiedene Abfälle auf. «Zu schaffen machen uns vor allem die Kodensatoren, welche PCB aufweisen», erklärte Olga Darazs, Direktorin des Büros CSD. Kondensatoren werden bei elektrischen Geräten gebraucht.

Keine Gefahr für das Trinkwasser

Das entstandene Bohrloch dient zugleich der Wasseranalyse. Zudem wollen die Experten noch mehr über den genauen Verlauf der unterirdischen Gewässer erfahren. Loïc Constantin versicherte aber, dass das Grundwasser bei der ehemaligen Deponie nicht für die Trinkwasserversorgung verwendet werde. Keine Gefahr für die Gesundheit bestehe auch für Leute, die sich vor der Absperrung der Deponie auf dem Gelände aufgehalten hätten. «Die Abfälle befinden sich in einer Tiefe von zehn bis zwanzig Metern. Heute gehen wir davon aus, dass die Oberfläche nicht vergiftet ist.»

Massnahmen nicht vor 2009

Bis Ende Jahr sollen laut Walter Schwab die Resultate der jetzigen Analysen vorliegen. Dann könnten Massnahmen beschlossen werden. Das Konzept für die Sanierung werde nicht vor 2009 vorliegen.

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