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Starthilfe für das neue Hospiz-Auto

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Eine Spende von 10 000 Franken überreichte Daniel Riedo, Gemeindepräsident von Gurmels, gestern Abend den Verantwortlichen des Hospizes St. Peter. «Die Heimleitung hat schon länger den Wunsch, ein Auto anzuschaffen, das Platz für einen Rollstuhl hat», sagte er an der Jubiläumsfeier. Yvonne Stempfel, Verwalterin des Hospizes, war sehr überrascht über die Spende: «Dass wir ein Auto kaufen wollen, hatte ich in einer Sitzung mal nebenbei erwähnt.» Das Fahrzeug solle bei Ausflügen zum Einsatz kommen, sagte Stempfel gegenüber den FN. Dank dieser finanziellen Starthilfe könne sie nun die Sponsorensuche beginnen.

Kritik am Kantonsgesetz

Riedo betonte, dass die Gemeinde Gurmels das Altersheim gerne unterstütze. «Es hat einen hervorragenden Ausbaustandard, liegt im Zen­trum, im Grünen und in der Nähe der Dorfläden. Wir sind stolz, dass wir eine solche Wohnstruktur in unserer Gemeinde haben.» Franziska Bütikofer-Burren, Gemeinderätin von Kleinbösingen, schloss sich Riedos Glückwünschen zum 125-Jahr-Jubiläum an und überreichte ebenfalls eine finanzielle Spende sowie Blumen und Schokolade.

«Der Geist des Hospizgründers wird weitergetragen», sagte Jean-Marie Juriens, Präsident der Stiftung Hospiz St. Peter. «Wir bieten den Senioren eine Heimat.» In seiner Rede übte er aber auch Kritik: «Unser Altersheim hat in der kantonalen Gesetzgebung keinen Platz mehr.» Diese kennt nur noch Pflegeheime (die FN berichteten). Markus Ith, Grossratspräsident und Präsident des Gesundheitsnetzes See, äusserte anschliessend die Hoffnung, dass das Hospiz seinen Platz im Gesetzespaket namens Senior Plus finde.

Tag der offenen Tür: Sa., 16. Juni, 10 bis 17 Uhr.

Zahlen und Fakten

16 Bewohner sind über 90 Jahre alt

Das Hospiz St. Peter bietet Platz für 43 Seniorinnen und Senioren. Derzeit sind 42  Plätze belegt. 25 Bewohner stammen aus dem Seebezirk, 14 aus dem Sensebezirk und 3  aus anderen Teilen des Kantons Freiburg, zählte Stiftungspräsident Jean-Marie Juriens auf. 34 Frauen und 8  Männer leben derzeit im Hospiz. 16 von ihnen sind älter als 90 Jahre. Ihre durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Hospiz beträgt sechs Jahre. Das Altersheim beschäftigt 41  Personen in den Bereichen Betreuung, Pflege und Hauswirtschaft. Diese teilen sich 22 Vollzeitstellen.

jmw

Die Anfänge

Die Pensionäre zahlten 80 Rappen pro Tag

Der Ortspfarrer von Gurmels, Franz Xaver Zengerling, steht am Ursprung des Hospizes St. Peter in Gurmels. Er wollte einen Ort schaffen, an dem ältere Dienstboten ihren Lebensabend verbringen können, wie der Broschüre des Altersheims zum 100-Jahr-Jubiläum zu entnehmen ist. Seinen Plan konnte er 1893 in die Tat umsetzen. Zwei Jahre zuvor war ein grosses Doppelhaus inmitten des Dorfes Gurmels abgebrannt. Zengerling überzeugte die Pfarrei, diese Parzelle zu kaufen und für das Heim kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Die Bauarbeiten für das Hospiz St. Peter kosteten rund 14 200 Franken. Peter Roggo, Pfarrer von Gurmels und später Kaplan in Guschelmuth, finanzierte die Baukosten. Zusätzlich bezahlte Roggo 6000 Franken für die Einrichtung der Küche, die Ausstattung mit Möbeln und einen Beitrag an das erste Betriebsjahr. Die Pfarreigemeinden stellten Bauholz zur Verfügung. Weitere Spenden kamen von der Sparkasse Gurmels (500 Franken) und von zwei Privatpersonen aus Ottisberg (400 Franken) und Freiburg (50 Franken).

Die Eröffnung des Hospizes fand 1894 statt. Die ersten Pensionäre kamen aus Cordast, Ecuvillens, Monterschu, Guschelmuth, Kleingurmels, Kleinbösingen, Liebistorf, Corpataux und Bösingen. Der Pensionspreis betrug damals 80  Rappen pro Tag. Zum Vergleich: Ein Liter Milch kostete Ende des 19. Jahrhunderts 10  Rappen, ein Liter Wein 40  Rappen und ein Kilo Butter 1,50 Franken.

1905 wurde im Hospiz elek­trisches Licht installiert, zwei Jahre später erhielt das Gebäude eine Zentralheizung. 1910 liessen die Verantwortlichen ein kleines Waschhaus mit einer Waschküche errichten. Vier Jahre später statteten sie die Küche des Altersheims neu aus. 1921 schliesslich wurde ein neues Hühnerhaus gebaut.

jmw

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