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Startschuss für Rosshäusern-Tunnel ist gefallen

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Auf der Baustelle des Rosshäusern-Tunnels hat die heilige Barbara gestern einen Logenplatz erhalten. Für die nächsten eineinhalb Jahre wacht die Schutzpatronin der Bergleute in Form einer hölzernen Statue in einer Nische am östlichen Tunnelportal. Die heilige Barbara soll dafür sorgen, dass bei den Bauarbeiten unter Tage alles nach Plan verläuft. Ausgerüstet mit Gummistiefeln und Stola weihte Priester Franz Rosenberg von der Pfarrei St. Antonius Bern die heilige Barbara beim Tunnelportal vor den versammelten Mineuren, Anwohnern und Medien.

Zehn Jahre geplant

Für die BLS sei dies ein «historischer Tag», sagte Infrastrukturleiter Daniel Wyder vor der Weihung. Das Projekt des doppelspurigen Rosshäusern-Tunnels sei über zehn Jahre lang geplant worden. Mit dem Tunnel kommt die BLS ihrem Ziel, die Linie Bern–Neuenburg via Kerzers durchgehend zweispurig auszubauen, ein Stück näher. Der Tunnel wird 2,1 Kilometer lang sein und 80 Millionen Franken kosten. Insgesamt wird die BLS in dieser Etappe vom Bahnhof Rosshäusern bis zum Saane-Viadukt die Geleise doppelspurig ausbauen. Die Kosten inklusive Ausbau des Bahnhofs Rosshäusern belaufen sich laut Wyder auf 200 Millionen Franken. Bezahlen werden das Bundesamt für Verkehr und die drei Kantone Bern, Freiburg und Neuenburg.

Knacknuss Saane-Viadukt

Die Mineure arbeiten seit gestern im 24-Stunden-Betrieb. Im Dezember 2014 sollen sie im Sprengvortrieb am anderen Ende des Tunnels den Durchbruch schaffen, erklärte Wyder. Danach will sich die BLS voraussichtlich den Ausbau des Saane-Viadukts vornehmen. «Das ist eine der grössten Knacknüsse», sagte Wyder. Bis die derzeit einspurige Brücke vor Gümmenen doppelspurig sei, brauche die BLS sicher noch mehr als zehn Jahre.

Nach seiner Ansprache legte Wyder gestern selbst Hand an: Er stieg auf einen kleinen Bagger und bohrte das erste Loch in den Stein. Man habe schon noch grössere Geräte, stellte Baustellenchef Klaus Fankhauser klar. Die erste Sprengung folge jedoch erst, nachdem sich die Arbeiter 50 Meter in die Erde gegraben haben. Bis dort sei der Stein noch genügend weich, um ihn mit Baggern abzutragen.

 Der doppelspurige Rosshäusern-Tunnel wird den Pendlern «mehr Stabilität» geben, sagte Wyder. Will heissen: Die Züge sind pünktlicher. Zudem könne ab Dezember 2016 zwischen Bern und Neuenburg der Halbstundentakt eingeführt werden.

Ferenbalm geht laut BLS zu

Am Entschluss, die Haltestelle Ferenbalm zu schliessen, halte die BLS trotz dem Doppelspurausbau auf der Linie Bern–Neuenburg fest, sagte Wyder gegenüber den FN. «Wir müssten rund eine Million Franken investieren, um den Einstieg behindertengerecht zu machen.» Bei so wenigen Ein- und Aussteigern pro Tag rentiere es nicht, eine so grosse Summe in den kleinen Bahnhof zu stecken.

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