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Startschuss für Strassenerneuerung

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Sanierung der Plasselbschlundstrasse ist schon seit langem geplant. An der letzten Versammlung der Mehrzweckgenossenschaft Ärgera-Höllbach haben die Genossenschaftsmitglieder dem Projekt mit Kosten von 1,436 Millionen Franken klar zugestimmt (die FN berichteten). Die Genossenschaft erhält Subventionen von Bund und Kanton sowie einen Beitrag von der Steinbruchfirma Tatüren, die vor allem den vorderen Teil der Strasse täglich mit schweren Lastwagen befährt (siehe auch Kasten). Vorgesehen ist, dass die Strassensanierung in vier Etappen ausgeführt wird: Das erste Teilstück der 4,6 Kilometer langen Strasse in diesem Sommer, die anderen in den Jahren 2015 und 2016.

Trägerbohlwand geplant

Der erste Streckenabschnitt von der Roggelibrücke bis zur Abzweigung Tatüren ist mit 1,97 Kilometern sowohl der längste wie auch jener, der am meisten Schäden aufweist. «Auf dieser Strecke verkehren die meisten Lastwagen», erklärt Raphael Richter. Der Forstingenieur der Firma pbplan in Plaffeien hat das Sanierungsprojekt ausgearbeitet und wird es leiten.

Als erste Massnahme wird die Längsentwässerung gespült, überprüft und allenfalls repariert. Dann beginnen die Reparaturarbeiten an der Fahrbahn. Kernpunkt des Projekts ist es, auf einer Strecke von 50 Metern vor der Abzweigung Tatüren eine sogenannte Trägerbohlwand aus Stahl anzubringen. Diese soll das Abrutschen des instabilen Geländes verhindern, wie Raphael Richter erklärt.

Zwei Sperrungen

Damit diese Arbeiten ausgeführt werden können, wird die Strasse vom 4. bis 24. August gesperrt. Das Fahrverbot gilt ab der Roggelibrücke. Hirten und Besitzer von Alpen entlang dieser Strassen dürfen die Strasse bis zur Baustelle benutzen. Für alle andern besteht während dieser Zeit eine Umleitung via Höllbachstrasse über die neu eröffnete Brücke. Die Umleitung wird signalisiert sein.

Erst im Herbst, wenn der Alpsommer vorbei ist, wird die Kofferung der Strasse mit Zement stabilisiert und ein neuer Schwarzbelag eingebaut. Dafür muss erneut der Abschnitt Roggelibrücke bis Abzweigung Tatüren gesperrt werden. Die Umleitung der Strasse erfolgt wieder via Höllbachstrasse. Dies ist vom 26. Oktober bis 3. November geplant.

Die weiteren Strassenabschnitte – Tatüren bis Feyerssaga, Feyerssaga bis zur Brücke Seewera und von dort bis zum Torryboden – weisen weniger Schäden auf. «Der Strassenkörper ist an den meisten Stellen noch in einem guten Zustand», sagt Raphael Richter. Überall wird die Längsentwässerung kontrolliert, Absenkungen und Löcher werden punktuell repariert und, wo nötig, wird der Schwarzbelag erneuert. An einigen Stellen wird die Oberfläche der Fahrbahn vorsorglich mit einem Bitumenfilm und Splitt versehen. «Der Belag ist alt, hat zwar noch keine Risse, ist aber verwittert», so der Spezialist. Die Spezialbehandlung trage dazu bei, die Lebensdauer der Strasse zu verlängern.

Projekt: Genossenschaft wartet schon lange

D ie Mehrzweckgenossenschaft Ärgera-Höllbach diskutiert schon seit zwölf Jahren über eine Sanierung der Plasselbschlundstrasse. Wie Präsident Anton Rüffieux erklärt, hat die Genossenschaft die Pläne immer wieder verschoben, weil sie davon ausging, dass die Konzession für den Betrieb des Steinbruchs in absehbarer Zeit abläuft. «Die Konzession wurde dann aber verlängert», sagt er. Die Genossenschaft hat in der Folge mit der Firma Routes Modernes über eine Beteiligung an der Strassensanierung verhandelt. Erst nach längerer Zeit war diese einverstanden, an die Gesamtkosten von 1,436 Millionen Franken einen Anteil von 170 000 Franken beizusteuern. Auch Bund und Kanton subventionieren das Projekt, für die Eigentümer bleiben Restkosten von 372 000 Franken.

An der Generalversammlung hatte der Vorstand über das Sanierungsprojekt und die Finanzierung informiert. Dabei haben sich Anstösser an der Sperrung beziehungsweise am Umweg während den Bauarbeiten gestört. «Es waren vor allem drei Buvetten, die Umsatzeinbussen befürchteten», sagt Anton Rüffieux. Betroffen sind Feyerssaga, La Gissettaz und Flüehkäseberg. Sie hätten mittlerweile eingesehen, wie wichtig die Arbeiten seien und dass die Sperrung unumgänglich sei. «Es ist praktisch der letzte Moment, um die Strasse in dieser Form zu sanieren», sagt der Präsident der Genossenschaft. «Wenn wir noch länger zuwarten würden, wäre eine teurere Totalsanierung nötig.» im

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