Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Steiert will in den Staatsrat

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Dass sich der SP-Nationalrat Jean-François Steiert einen Wechsel in den Staatsrat grundsätzlich vorstellen kann, ist bekannt: Bereits 2006 war er auf der SP-Liste für die Staatsratswahlen zu finden, bei den Staatsrat-Ersatzwahlen 2013 trat er gegen den CVP-Kandidaten Jean-Pierre Siggen an–und verpasste mit 49,6 Prozent der Stimmen den Einzug in die Kantonsexekutive nur knapp. Im November möchte Steiert nun den Sprung in den Staatsrat schaffen.

 Er sei seit neun Jahren als Nationalrat im Bundesparlament tätig, sagt der 55-Jährige den FN. «Auch wenn die Arbeit sehr spannend ist, bleibt es stets bei den Grundlagen, umsetzen können wir nicht.» Als Abgeordneter für interkantonale Angelegenheiten bei der Waadtländer Erziehungsdirektion könne er Projekte zwar auch ausführen–jedoch ausserhalb des Kantons Freiburg. Deshalb reize ihn ein Wechsel in den Staatsrat. «Freiburg ist ein Kanton mit grossen Herausforderungen–aber auch mit grossen Möglichkeiten.» Das grosse Bevölkerungswachstum sei in den letzten Jahren nur wenig gesteuert worden. «Finanziell stehen wir gut da, volkswirtschaftlich relativ schlecht.» Deshalb stelle sich insbesondere die Frage nach der künftigen Finanzpolitik. «Wollen wir ein schuldenfreier Kanton bleiben, oder doch lieber unser Vermögen in zentrale Projekte investieren?»

Vor allem ein Freiburger

Der zweisprachige Jean-François Steiert wohnt zwar in der Stadt Freiburg, aufgewachsen ist er aber im Sensebezirk, in dem er auch heute noch regelmässig anzutreffen sei. Welchen Bezirk er als Staatsrat vertreten würde, sei deshalb vor allem Definitionssache–und für ihn nicht so wichtig. «Ich fühle mich zuerst als Freiburger.»

 Wie das Ticket der Linken aussehen wird, dazu will sich Steiert nicht gross äussern. Klar ist für ihn jedoch: Nur zwei Kandidaten sind zu wenig. «Das wäre ein Mangel an Ambition und an Auswahl.» Und ebenso klar ist für ihn, dass die Linke das Potenzial hat, ihre drei Sitze zu verteidigen: «Es muss im Staatsrat Platz geben für drei Leute des linken Lagers. Alles andere würde das politische Gleichgewicht stören. Das wäre nicht gut.»

«Niemand ist unersetzlich»

Auf Bundesebene ist Jean-François Steiert ein Schwergewicht. Dies zeigen die Allianzen, die er zu schmieden vermag. Dies zeigen auch die Ergebnisse der nationalen Wahlen vom letzten Herbst: Von allen Freiburger Kandidaten holte er am meisten Stimmen. Würde in Bern durch seinen Abgang nicht eine Lücke entstehen, die nur schwer zu füllen ist? «Niemand ist unersetzlich», sagt er. Und der Abgang einer starken Person lasse auch mehr Platz für die anderen, um sich zu entwickeln.

 Am 13. Juni will die SP der Stadt Freiburg offiziell nominieren, am 22. Juni entscheidet die kantonale SP, wen sie ins Rennen schicken wird.

Zur Person

Generalrat, Grossrat und Nationalrat

Jean-François Steiert wurde 1961 geboren und ist in Düdingen aufgewachsen. Von 1991 bis 2001 war der zweisprachige SP-Politiker Generalrat in der Stadt Freiburg, von 2002 bis 2007 sass er im Grossen Rat, seit 2007 ist er Nationalrat. Neben seinem politischen Engagement arbeitet Steiert zu 50 Prozent als Abgeordneter für interkantonale Angelegenheiten bei der Waadtländer Erziehungsdirektion. In seiner Freizeit musiziert er, fährt Ski und Velo, kocht und verbringt Zeit mit seiner Lebenspartnerin und den zwei erwachsenen Töchtern. Jean-François Steiert ist der Bruder des Freiburger Syndics Thierry Steiert (SP).rb

Mehr zum Thema