Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Steigt Linke mit Viererticket in zweiten Wahlgang?

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Nicole Jegerlehner

Freiburg Die Grüne Marie Garnier schnitt als Beste der neuen Kandidatinnen und Kandidaten für den Freiburger Staatsrat ab. Ihr Parteipräsident Marc Antoine Messer war gestern denn auch überglücklich: «Das ist eine enorme Überraschung und ein gewaltiger Sieg.» Nach dem schlechten Abschneiden bei den eidgenössischen Wahlen habe sich seine Partei «grundlegende Fragen» gestellt. Das gute Abschneiden Garniers im ersten Wahlgang sei nun «die Belohnung für die enorme Arbeit, die wir in den letzten Jahren geleistet haben».

SP: «Ausserordentlich»

David Bonny, Kantonalpräsident der Sozialdemokraten, freute sich über das «ausserordentliche Resultat». SP-Staatsrat Erwin Jutzet habe ein «wunderbares Resultat» erreicht, SP-Staatsrätin Anne-Claude Demierre sei «gut präsent». Die Fünferliste der linken Parteien habe sich ausgezahlt: Vier der fünf Kandidierenden befänden sich in den ersten acht Rängen. Marie Garnier habe dank der Zusammenarbeit besser abgeschnitten als FDP-Kandidat Maurice Ropraz. Und der SP-Politiker Xavier Ganioz habe nur 1800 Stimmen Abstand auf Ropraz, «das ist sehr interessant».

CSP: «Sehr zufrieden»

«Pierre-Olivier Nobs hat sehr gut abgeschnitten», sagte CSP-Kantonalpräsident Philippe Wandeler. Er zeigte sich erfreut darüber, dass die Allianz der linken Parteien gespielt hatte. «Schön, dass mit Marie Garnier eine Frau unter die ersten Sieben gekommen ist.» Das wichtigste Ziel der linken Allianz sei es, den freigewordenen Sitz des unabhängigen Pascal Corminboeuf zu holen; «und das scheint erreichbar zu sein».

CVP: «Sehr froh»

Urs Schwaller, Ko-Parteipräsident der CVP, war «sehr froh» über das gute Abschneiden der drei CVP-Bisherigen im Staatsrat.

FDP: «Resultat würdigen»

FDP-Präsident Jean-Pierre Thürler wollte gestern «erst einmal dieses Resultat würdigen». Alle Parteien seien ihrer Stärke nach vertreten; «nur die Linke schneidet dank ihrer Allianz etwas besser ab». Der siebte Platz von Maurice Ropraz spiegle die Stärke der FDP wider. Markus Ith habe wohl viel stärker darunter gelitten, dass mit Albert Bachmann ein Ex-FDP-Mann als Unabhängiger angetreten sei, und sei darum auf dem letzten Platz gelandet. «Wir hatten für Markus Ith mehr erwartet.» Ropraz hingegen habe sehr gut abgeschnitten, gerade auch angesichts der Tatsache, dass die FDP diesmal alleine in die Wahl gestiegen sei. 2006 hatten CVP und FDP eine Allianz geschmiedet.

SVP: «Wie erwartet»

Gilberte Demont, Kantonalpräsidentin der SVP, zeigte sich über den Ausgang des ersten Wahlgangs nicht erstaunt. «Wir haben das ungefähr so erwartet.» Sie sei davon ausgegangen, dass ihr Kandidat Pierre-André Page sich zwischen dem sechsten und dem neunten Platz bewege. Nun sei er war auf dem zehnten Platz gelandet, aber ungefähr mit der erwarteten Stimmenzahl.

Gestern wünschten sich einige, dass sich die fünf am Schluss platzierten Kandidatinnen und Kandidaten zurückzögen und so kein zweiter Wahlgang nötig wäre. Vor allem CVP-Vertreter, deren drei Bisherige unter den ersten Vier sind, zeigten sich etwas wahlmüde.

Zweiter Wahlgang?

Doch scheint es eher wahrscheinlich, dass es zum zweiten Wahlgang kommen wird. Die SVP will das vorliegende Resultat genau evaluieren, bevor sie am Mittwoch ihren Entscheid bekannt gibt. Die FDP entscheidet über ihr Vorgehen an ihrer Delegiertenversammlung von heute Abend.

Die CSP entscheidet laut Parteipräsident Wandeler «in den kommenden Tagen», ob ihr Kandidat in den zweiten Wahlgang steigt. «Wir werden Gespräche mit der SP und den Grünen führen.»

Am lautesten von einem zweiten Wahlgang sprach gestern die SP: «Wir haben die historische Möglichkeit, im Staatsrat eine linke Mehrheit zu erreichen», sagte Parteipräsident Bonny. Drei linke Regierungssitze seien nach dem ersten Wahlgang so gut wie sicher. «Wir könnten nun versuchen, die Mehrheit zu kippen.»

Ein linkes Viererticket?

Mit den beiden bisherigen SP-Vertretern, der Grünen Marie Garnier und SP-Mann Xavier Ganioz könnte die Linke mit einem Viererticket in den zweiten Wahlgang steigen – und so erstmals eine Mehrheit in der Regierung holen. «Aber entscheiden werden wir das am Montagabend, an unserer Delegiertenversammlung», sagte Bonny.

Mehr zum Thema