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Steinbildhauer: Fortschritt der Technik gefährdet das Handwerk

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Kreuzblumen für das Schloss in Neuenburg: Diese hätten er und seine Frau einmal angefertigt, erinnert sich Daniel Burla. In monatelanger Arbeit. Einige Zeit später besuchte das Ehepaar eine Fachmesse in Verona. Dort wurde gezeigt, wie eine Maschine mit Leichtigkeit eine identische Kreuzblume aus dem Stein schnitt. «Das zu sehen, war ernüchternd», sagt Daniel Burla. Denn teure Maschinen kann sich ein Kleinbetrieb wie jener von Burlas nicht leisten. Und selbst die beste Maschine fühlt nicht den Charakter des Steins, wenn ihn der sie bedienende Fachmann nicht sieht. «Wenn ich beim Verarbeiten eine kleine Unregelmässigkeit feststelle oder eine Farbveränderung, dann kann ich diese für das Werk ausnutzen», erklärt Sabine Burla.

Hilfe beim Anheben

Klar, auch Burlas nehmen Maschinen zu Hilfe, wo es nicht anders geht. Etwa eine Nassfräse, die mit Laserstrahlen auf dem Stein sichtbar macht, wo der Schnitt hinkommt. Bei der Detailgestaltung kommt nicht nur der Hammer, sondern auch mal der Luftkompressor zum Zug.

«Zudem sind wir froh um Geräte, die uns das Anheben der Steine erleichtern», so Sabine Burla. Vor allem bei der Arbeit an historischen Gebäuden werden meist Flaschenzüge verwendet, in der Werkstatt Kran und Stapler.

Arbeit mit Hand und Auge

Doch der Kern der Arbeit bleibt ein handwerklicher. «Die Hand führt, das Auge sieht», sagt Daniel Burla. Nicht selten wundert er sich über die heutige Angewohnheit der Ingenieure, alles bis ins letzte Detail durchzurechnen. «Früher verliess man sich oft aufs Gefühl und die Erfahrung der Steinmetzen.»

Den Beruf werde es in dieser Form nicht mehr lange geben, glaubt Daniel Burla. Die Verdrängung der Steinmetze von ihren traditionellen Tätigkeiten in neue Arbeitsgebiete geht so rasend vor sich, wie die Technik sich entwickelt. Erschreckend schnell, findet Daniel Burla: «Im neuen deutschen Verzeichnis der Handwerkerberufe ist der Steinbildhauer schon gar nicht mehr aufgeführt.» mk

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