Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Stelldichein von Profis und Amateuren

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Ein freundschaftlicher Wettbewerb von ambitionierten Amateurtheater-Truppen, begleitet von professionellen Theaterschaffenden: Das ist das Rezept des Festivals Friscènes, das diesen Oktober zum zwölften Mal in Freiburg stattfindet. Und das Rezept ist erfolgreich: Über 1000 Besucherinnen und Besucher sind im vergangenen Jahr gekommen; fast alle Vorstellungen waren ausverkauft. Auch bei den Theatertruppen ist Friscènes zum Begriff geworden: Rund 60 Gruppen aus dem französischen Sprachraum haben sich dieses Jahr beworben; besonders in Frankreich geniesst das Festival einen guten Ruf. Dazu trägt die familiäre Atmosphäre bei, die es seit den Anfängen pflegt: Es herrscht ein unkomplizierter Austausch zwischen Laienschauspielern, Profis und Publikum. «Auch die Profis bleiben die ganze Woche da und nehmen sich viel Zeit», sagte Matthieu Corpataux gestern bei der Programmpräsentation vor den Medien.

Erstmals ein Auftragswerk

Corpataux ist verantwortlich für die Auswahl der Profi-Stücke im Programm. Dabei gebe es dieses Jahr eine Neuheit, sagte er: Erstmals habe Fri­scènes ein Auftragswerk bestellt. Die Ausschreibung richtete sich an junge Westschweizer Regisseure. Das Rennen machte Christophe Burgess mit dem Stück «Le jeu perdu», das sich passenderweise mit den Unterschieden zwischen Amateur- und Profitheater, mit der Rolle der Schauspieler und den vielen Fallstricken der Bühne beschäftigt. Zwei weitere Profibeiträge kommen von der Cie l’Eternel Été aus Paris und vom Westschweizer Slam-Künstler Narcisse.

Narcisse ist auch Mitglied der vierköpfigen Jury, welche die Amateurbeiträge im Wettbewerb beurteilen wird. Die Jury vergibt Preise für das beste Stück, die beste Regie, den besten Schauspieler und die beste Schauspielerin; dazu kommt ein Publikumspreis. Fünf Gruppen messen sich im Wettbewerb: das Théâtre en Liberté aus dem französischen Vertou mit «Des souris et des hommes» nach John Steinbeck, das Théâtre de l’Impossible aus Le Havre mit «Les bonnes» von Jean Genet, das Lausanner Collectif Anthropie Art mit dem multimedialen Stück «Dio», Les Dilettantes aus Paris mit «Il s’agirait donc d’une pièce» nach Tschechows «Die Möwe» und das Théâtre sur cour aus Rueil-Malmaison mit «Jean et Béatrice» von Carole Fréchette.

Proben vor Publikum

Die Vorstellungen im Saal des Nouveau Monde werden auch in diesem Jahr ergänzt von einem «Hors scène»-Programm. Dieses findet in der Unterstadt statt, zwischen der Kunsthalle Fri Art und dem Marionettentheater und mit Beiträgen von Histoires d’ici, Femmes à Fribourg, C’est un signe, BAAAH! und Ljubav i Pobuna. Schliesslich sind dieses Jahr zwei Neuheiten zu entdecken: Zum einen gibt es bereits am 15. Oktober, vier Tage vor dem Festivalstart, eine Diskussionsrunde zum Thema «Lüge und Wahrheit». Zum anderen gibt der Regisseur Camille Piller Einblick in ein Projekt, an dem er derzeit mit Migrantinnen und Migranten arbeitet: Die Gruppe wird nächsten Frühling eine Inszenierung von Saint-Exupérys «Petit Prince» auf die Bühne bringen und bietet bei Friscènes Einblicke in die Probenarbeit.

Das junge Organisationsteam des Festivals arbeitet mit einem Budget von gegen 40 000 Franken. Rund ein Drittel kommt aus dem Ticketverkauf, der Rest von der Stadt Freiburg, der Agglomeration, der Loterie Romande und verschiedenen Sponsoren.

Das Festival findet vom 19. bis zum 26. Oktober statt. Auf Französisch. Informationen und Vorverkauf: www.friscenes.ch

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Meistgelesen

Mehr zum Thema