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Sterbehilfe in Pflegeheimen: Das Personal darf nicht aktiv werden

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Autor: Arthur zurkinden

freiburg Einstimmig haben die Delegierten der Vereinigung Freiburgischer Alterseinrichtungen (VFA) am Donnerstag die Revision ihrer Ethikcharta verabschiedet. Ein wichtiges Kapitel betrifft den Respekt, die Würde und die Selbstbestimmung des Heimbewohners. Dabei wird auch die Beihilfe zum Suizid ausführlich behandelt.

Fälle von Sterbehilfe auch in Pflegeheimen

«Ja, es hat auch schon Fälle von Sterbehilfe in den Freiburger Pflegeheimen gegeben. Aber das kommt sehr selten vor», hielt VFA-Präsident René Thomet anlässlich einer Medienorientierung vor der Versammlung fest. Ihm ist nicht bekannt, dass irgendein Heim die Sterbehilfe ausdrücklich verboten hat. «Wir sind offen», sagte er. Er rief aber in Erinnerung, dass das Pflegepersonal die Beihilfe zum Suizid weder vorbereiten, noch ausüben, noch aktiv daran mitarbeiten dürfe. «Es darf den Handlungen der Organisation zur Beihilfe für den Suizid auch nicht entgegenwirken», ist andererseits in der Charta enthalten.

Sie schreibt auch vor, dass es Pflicht des Heims sei, zunächst schmerzlindernde Mittel zu verabreichen und/oder eine psychische und soziale Unterstützung anzubieten, um der Not zu begegnen und sie zu lindern. Im Falle einer Anfrage einer Sterbehilfe-Organisation müssten jedoch folgende Kriterien erfüllt sein: Urteilsfähigkeit, ernsthafte und wiederholte Nachfrage, unheilbare Krankheit und/oder vollständige Invalidität sowie psychisches Leiden.

Neue Finanzierung der Pflege

Die Vereinigung bereitet sich auf die neue Finanzierung der Heimpflege vor, die vermutlich im Jahre 2011 in Kraft treten wird. Neu ist u. a., dass es zwölf statt nur vier Grade der Pflegebedürftigkeit geben wird. Genau geregelt werde auch die finanzielle Beteiligung der Krankenkassen an den Pflegekosten, sagte Thomet. Dabei sei auch eine Beteiligung der Heimbewohner an diesen Kosten möglich.

Für die Verwaltung wird die neue Finanzierung einiges an Arbeit bedeuten. «Für die Heimbewohner sollte dies aber nicht grosse Auswirkungen haben. Die einen werden ein bisschen mehr, die andern ein bisschen weniger bezahlen müssen», sagte René Thomet.

Nachtkompensation auch für Heimpersonal

Ein grosses Thema für das Pflegepersonal ist gegenwärtig die zeitliche Kompensation der Nachtarbeit. Der Staatsrat hat für das Jahr 2010 20 neue Stellen in den Spitälern bewilligt, damit deren Pflegepersonal zehn Prozent der Nachtarbeit (von 20 Uhr bis 6 Uhr) kompensieren kann (Ausgleichsruhezeit). Gestern erklärte nun Gesundheitsdirektorin Anne-Claude Demierre vor den Delegierten der Vereinigung der Alterseinrichtungen, dass auch das Personal in den Pflegeheimen vom Zeitzuschlag für Nachtarbeit profitieren soll.

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