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Sternstunden im Schlosshof Murten

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War das ein Abend im Schlosshof Murten! Alles stimmte. Der laue Sommerabend, die jungen, engagierten Preisträger, das vife Orchester und der charmante Dirigent. Die drei Finalisten – hervorgegangen aus den Vorrunden des Solistenwettbewerbs «Flöte und Fagott» – spielten Werke von Mozart. Mit dem Hilaris Chamber Orchestra unter dem Schweizer Dirigenten Stefan Blunier hatten sie ein subtil agierendes Orchester zur Seite.

Eindeutig

Die Reihenfolge der Preisträger war klar wie selten zuvor. Die 25-jährige Joidy Blanco, Studentin in Genf, erhielt den ersten Preis. Sie interpretierte das G-Dur-Flötenkonzert mit erstaunlicher Reife, spielte mit präziser Artikulation und spannender Dynamik, begleitet von anmutigen Körperbewegungen. Die Frau war ganz Musik. Das Orchester zeigte sich mit ihr von der besten Seite, gelöst und voller Spielfreude. Hinreissend, mit wie viel Zartheit und Hingabe die junge Frau etwa den zweiten Satz interpretierte und wie sich mit dem Orchester ein inniger Dialog ergab. Orchester und Dirigent gratulierten. Der Siegerin winkt ein Auftritt an den Murten Classics 2018.

Selbstbewusst

Der zweite Preis ging an den 22-jährigen Fagottisten José Silva aus Venezuela, Student an der Hochschule für Künste in Zürich. Ein auftrittserfahrener Musiker, der sein erstes Konzert mit elf Jahren gab und schon einige Wettbewerbe gewonnen hat. Cool, wie er da vorne stand und hellwach mit dem Orchester den Dialog aufnahm. Eigentlich auch des ersten Preises würdig. Doch die Jury fand einige wenige technische Unzulänglichkeiten.

Durchgesetzt

Die 25-jährige deutsche Flötistin Johanna Schwarzl hatte die undankbare Aufgabe, als Erste anzutreten. Im ersten Satz des populären D-Dur-Flötenkonzertes spielte sie etwas verhalten. Die Nervosität mag eine Rolle gespielt haben. Was alles in ihr steckt, offenbarte sie im dritten Satz. Beschwingt und nuancenreich erklangen Rondo und Allegro. Sie erhielt den dritten Preis. Jurypräsident Kaspar Zehnder wusste die Reihenfolge geschickt einzuordnen: «Eigentlich haben alle drei gewonnen, mussten sie sich doch gegen 25 Mitbewerber durchsetzen.» Die Altersobergrenze beträgt 26 Jahre, und die Teilnehmer müssen Schweizer Bürger sein oder in der Schweiz studieren.

Konzentriert

Das höchst aufmerksame Publikum im Schlosshof war am Dienstagabend entzückt. Begeistert drückte sich auch Michael Bauer, Regionalleiter der einladenden Valiant-Bank, aus: «Der laue Sommerabend, die untergehende Sonne, der wunderschöne Wistenlach, der reflektierende See und der zauberhafte Schlosshof waren einzigartig.» Seit 18 Jahren unterstützt die Valiant-Bank den Wettbewerb – diesjährige Preissumme: 5500 Franken – und trägt so zur Förderung junger Musiker bei. Wie wichtig solche Plattformen sind, beweist das Interesse an internationalen Wettbewerben: Am Clara-Haskil-Wettbewerb haben dieses Jahr 80 Pianisten teilgenommen. Letzte Woche ging der 18-jährige Mao Fujita als Sieger daraus hervor. Das Konzept ist gleich wie in Murten: international, Altersbeschränkung und ein Tor auf die grosse Bühne.

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