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Stersmühle-Brücke wird neu gebaut

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Sanieren oder neu bauen? Diese zwei Varianten zur Zukunft der Stersmühle-Brücke standen am Freitag an der Gemeindeversammlung in Tentlingen zur Diskussion. Dass etwas gemacht werden muss, war für Gemeinderat Willy Riedo klar: «Die Brücke ist ein Sanierungsfall», betonte er vor 56 Bürgerinnen und Bürgern. Der Gemeinderat hat beide Varianten errechnen lassen (siehe auch FN vom 20. April). Die Sanierung würde 2,15 Millionen Franken kosten, der Anteil der Gemeinde läge bei 1,55 Millionen Franken. Die Kosten für den Neubau liegen bei 4,324 Millionen, für Tentlingen verbliebe nach Subventionen 1,752 Millionen Franken.

Der Gemeinderat machte den Bürgern die zweite Variante beliebt, weil er von einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis und der Nachhaltigkeit dieser Lösung überzeugt war. Dem schloss sich auch die Finanzkommission an.

Überdimensioniert?

Die Abstimmung fiel nach längerer Diskussion klar aus. 41 Bürger stimmten für den Neubau, 9 lehnten ihn ab. In der Beratung waren vor allem kritische Stimmen zu hören. Ein Bürger bezweifelte die Notwendigkeit, dass die Brücke eine Last von 40 Tonnen tragen und zweispurig sein muss, wie dies der Kanton vorschreibt. «Muss sie so überdimensioniert sein?». Ein anderer war überzeugt, dass die alte Brücke noch lange halten würde. Er regte an, das Projekt zurückzustellen, eine kürzere Brücke zu planen und dazu auch ein Gesamtkonzept, das Verkehrsprobleme und notwendige Strassensanierungen einschliesst.

Weihnachten und Ostern

Ammann Gerhard Liechti erklärte, dass es nur Subventionen gibt, wenn die Bedingungen erfüllt sind. «Bund und Kanton zahlen sehr selten Subventionen für Brückensanierungen. Sie machen hier eine grosse Ausnahme», betonte er. «So viele Subventionen für eine Brücke, das ist wie Weihnachten und Ostern zusammen. Es wäre wirklich fatal, darauf zu verzichten.» Würde Tentlingen eine kleinere Brücke bauen, müsste die Gemeinde die Kosten selber zahlen. Das Gleiche gilt, wenn man die Brücke nicht jetzt, im Rahmen der zweiten Etappe des Projekts «Hochwasserschutz und Renaturierung der Ärgera» realisieren würde. Würde man die Brücke nur sanieren, gäbe es auch kein Geld, führte er aus. Zudem habe der Kanton gedroht, die Brücke in drei Jahren zu schliessen, weil die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Liechti sagte auch, dass der Gemeinderat das ganze Gemeindestrassennetz auf seinen Sanierungsbedarf hin analysiert. Im Rahmen dieser Arbeit werde man auch die Quartierstrassen in der Stersmühle prüfen. Ein Bürger bezweifelte, ob der Kanton die Brücke einfach schliessen würde; eine Bürgerin wiederum mahnte, diese Drohung ernstzunehmen.

Schutzinteresse für Auenwald

Ob der Bund so hohe Subventionen zahle, weil die Armee Interesse am Übergang über die Ärgera habe, wollte ein Bürger wissen. Gerhard Liechti erklärte, dass es eher daran liege, dass dem Bund der Schutz des Gebiets wichtig sei: Die Ärgera ist im Inventar der national geschützten Auengebiete.

«Sind die Preise verbindlich, oder passiert es wie bei der Poyabrücke, dass am Ende alles teurer wird und die Subventionen gekürzt werden?», wollte ein Bürger wissen. Gemeinderat Willy Riedo versicherte, dass es sich um Richtpreise von Unternehmen handelt und nicht bloss um Schätzungen. Und der Ammann betonte, dass die Subventionen zugesichert seien. Ein Bürger sprach sich klar für den Neubau aus. «Bei der Poyabrücke hat man 40 Jahre gewartet, deshalb wurde es so teuer. Wir sollten in die Zukunft schauen und weiter hinaus planen als nur ein paar Jahre.»

Marius Hasler demissioniert

Wie am Freitag bekannt gegeben wurde, tritt Marius Hasler auf Ende Juni als Gemeinderat zurück, dies weil ihm die Arbeitsbelastung zu gross wurde. Er war 2016 für die Freien Wähler in den Rat gewählt worden. Verabschiedet wurde auch René Corpataux, der 21 Jahre in der Finanzkommission war, sechs Jahre davon als Präsident.

Zahlen und Fakten

Rechnung schliesst mit einem Plus

Tentlingen legt für 2016 eine positive Rechnung vor. Bei Einnahmen von 4,417 Millionen Franken und einem Aufwand von 4,303 Millionen Franken beträgt das Plus 1639 Franken – dies nach freien Abschreibungen von 112­000 Franken. Budgetiert war ein Verlust von 175­000 Franken. Der gute Abschluss ist gemäss Ammann Gerhard Liechti vor allem auf die Steuereinnahmen zurückzuführen. Erneut konnte die Gemeinde von Steuern aus den Vorjahren profitieren, die besser ausfielen als angenommen. Die Investitionsrechnung schliesst mit einem Nettoaufwand von 3,2 Millionen Franken. Die 53 Bürger haben an der Versammlung auch einem Kredit von 169 000 Franken für Sanierungsarbeiten bei der Sporthalle und den Schulanlagen in Giffers zugestimmt.

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