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Steuersatz für Fusionsgemeinden im Sense-Mittelland ist festgelegt

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Der Steuersatz und die ­Finanzlage waren das Thema Nummer eins an den Informationsanlässen vom Frühling zur möglichen Fusion der drei Sensler Gemeinden Alterswil, St. Antoni und Tafers (die FN berichteten). Auch an der ­Gemeindeversammlung von St. Antoni in der vergangenen Woche zeigte sich ein Bürger besorgt: «Mit all den Investitionen die wir geplant haben – reicht da ein Steuersatz von 75 Rappen pro Franken Kantonssteuer tatsächlich aus?»

Es reicht, wie aus einer Mitteilung der drei Gemeinden von gestern hervorgeht. Eine Arbeitsgruppe hat die Investitions- und Finanzpläne der drei Gemeinden noch einmal vertieft unter die Lupe genommen, ebenso das Amt für Gemeinden und das Beratungsbüro BDO, wie der Alterswiler Gemeindepräsident Hubert Schibli ausführt. «Ein Steuersatz von 75 Prozent für natürliche und juristische Personen ist machbar, zumindest bis ins Jahr 2023», sagt Gaston Waeber, Syndic von Tafers. Die laufenden Rechnungen 2021 bis 2023 würden dann zwar mit einem Defizit schliessen. «Es bleibt aber im Rahmen.» Zudem habe man bei den Einnahmen vorsichtig budgetiert und bei den Ausgaben grosszügig gerechnet. Die geplanten Investitionen der drei Gemeinden für die nächsten Jahre – rund 30 Millionen Franken – seien in die Berechnungen miteinbezogen worden.

Für die Gemeinde Tafers würde der Steuersatz nach der Fusion gleich bleiben, er beträgt bereits heute 75 Rappen pro Franken Kantonssteuer. Hingegen sänke er für die anderen beiden Gemeinden: Alterswil hat heute einen Steuersatz von 79 Prozent. In St. Antoni betrug er sogar 90 Prozent, bis er an der Gemeindeversammlung vergangene Woche auf 87 Prozent gesenkt wurde. Für die Bürgerinnen und Bürger von St. Antoni sei diese erneute Steuersenkung eine «angenehme Nebenerscheinung» der Fusion, sagt deren Syndic Ernst Leiser.

Erhöhung möglich

Dass der Steuersatz nach 2023 wieder erhöht wird, ist nicht ausgeschlossen. Denn falls die fusionierte Gemeinde alle Vorhaben umsetze, steige die Pro-Kopf-Verschuldung an. «Wir wollen dem zukünftigen Gemeinderat keine Vorschriften machen», sagt Waeber. «Weiter als bis 2023 zu planen, ist momentan schwierig, auch wegen der kantonalen Steuerreform.»

Die Papiere für die Fusion sind momentan zur Prüfung beim Kanton. Laut den drei Gemeindepräsidenten sei sie auf Kurs und im Zeitplan. Wenn alles gut läuft, können Alterswiler, St. Antoner und Taferser am 19. Mai abstimmen. Davor soll es im März noch einmal Informationsanlässe in den drei Gemeinden geben. Die neue Gemeinde soll Tafers heissen und auch das Wappen von Tafers tragen. Die Fusion soll am 1. Januar 2021 in Kraft treten.

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