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Stilles Schaffen für Jaun

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Als Jean-Marie Buchs 1997 das Amt des Tourismus­direktors von Jaun übernahm, gab es noch keine Sesselbahn, sondern nur Bügellifte für die Skifahrer. Die Tageskarten waren Löchlikarten, und es gab noch keine automatischen Drehkreuze. Heute kann man nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer hinauf aufs Musersbergli: mit der 2011 in Betrieb genommenen Sesselbahn Gastlosen-Express. Die Karte wird digital erkannt, und ein Drehkreuz gibt den Zugang zum Sessellift frei. «Gerade in Sachen Digitalisierung ist der Unterschied zu meiner Anfangszeit gewaltig», sagt Jean-Marie Buchs.

Von klein auf interessiert

Dass Jean-Marie Buchs einmal Tourismusdirektor werden würde, hatte sich schon früh abgezeichnet. Sein Vater war von 1971 bis 1974 selbst Tourismusdirektor, zudem verwaltete er das Ferienheim Höfli. «Als Kind half ich oft im Ferienheim mit», erinnert sich Buchs. Später übernahm er das Amt des Ferienheim-Verwalters selber und führt es noch heute aus. «Ich war von klein auf am Tourismus interessiert und an den Gästen, die von auswärts kamen», sagt Buchs.

Später absolvierte er die Ausbildung zum Skilehrer und war im Skiclub aktiv. 1995 trat er in den Vorstand des Tourismusverbands ein, und 1997 übernahm er das Amt des Tourismusdirektors. Gleichzeitig war er bis 2010 Betriebsleiter der Skilifte, die bis zur Eröffnung des Gastlosen-Express nur im Winter liefen.

«Früher waren wir vor allem auf die Wintersaison ausgerichtet», sagt Buchs. «Für den Sommer gab es Wanderwege, und das wars.» Doch das reiche heute nicht mehr. «Wegen der Sesselbahn allein kommt keiner nach Jaun.» Die Gäste erwarteten heute mehr als vor 23  Jahren. Und so hat Jean-Marie Buchs mitgeholfen, die Tourismusinfrastruktur nach und nach auszubauen. «Wir haben ein Angebot ums andere verbessert. Wenn wir mit einem Projekt fertig waren, kam schon das nächste. Aber so muss das sein.»

Jean-Marie Buchs beginnt aufzuzählen: Im Winter 2008/09 wurde der Schneeschuhtrail von Charmey zum Soldatenhaus eröffnet. Später hatte Buchs die Idee, die Skipiste nachts zu beleuchten, ein Projekt, das er mit viel Hilfe durch den Skiclub umgesetzt hat – und das dazu beigetragen hat, dass Anfang dieses Jahres erstmals nachts Skirennfahrer im Rahmen eines Europacup-Turniers die Skipiste herunterflitzten.

Jaun Tourismus unterstützt das Langlaufzentrum Im Fang und hat eine Schlittelpiste initiiert. «Erst präparierten die Pistenfahrzeuge des Langlaufzentrums die Schlittelpiste», erzählt Jean-Marie Buchs. «Doch es gab Probleme, weil die Pistenfahrzeuge auf der Strasse fahren mussten. Dann haben wir einen Bauern gefragt, der macht das jetzt mit einem Traktor und einem speziellen Gerät.» Buchs lächelt verschmitzt. «Manchmal muss man einfach etwas probieren.»

Wasserfall sichtbar gemacht

Auch in die Sommerinfrastruktur hat Buchs einige Energie gesteckt. «Als ich angefangen habe, hat man vom Hotel Wasserfall aus den Wasserfall gar nicht gesehen. Alles war zugewachsen.» Er hat veranlasst, dass die grossen Tannen wegkommen. «Das war etwas kompliziert und brauchte Helikopter, denn sonst wären die Tannen in den Wasserfall gefallen.»

Besonders stolz ist Buchs auf den Gastlosen-Rundweg, der unter anderem auf seine Initiative hin entstand. Der Weg führt ausgehend von der Bergstation des Gastlosen-Express einmal rund um die Gastlosen und hat gerade im Corona-Sommer zahlreiche Wander­begeisterte angezogen.

In und um Jaun entstanden über die Jahre auch private Initiativen, zum Beispiel ein Vita-Parcours und ein Geologie-Lehrpfad. Heute betreut Jaun Tourismus diese Angebote. «Wenn jemand eine gute Idee hatte, habe ich immer versucht, sie umzusetzen», sagt Jean-Marie Buchs. An Ideen habe es auch nie gemangelt, aber manchmal am Geld.

«Wir sind sehr klein und finanzieren uns hauptsächlich über die Kurtaxen», erklärt er. Ein Projekt, das wegen der Finanzierung lange gebraucht hat bis zur Umsetzung, waren etwa die gezeichneten Karten von Jaun, die heute als Tischsets in den Restaurants verteilt werden. «Erst als Abländschen und die Bergbahnen sich beteiligten und wir die Kosten durch drei teilen konnten, haben wir die Karten endlich realisieren können.»

Jeden Tag am Arbeiten

Hinter all diesen Projekten steckt viel Arbeit. «Neunzig Prozent meiner Arbeit sieht man nicht», sagt Buchs. Er sei eigentlich jeden Tag am Arbeiten gewesen. Manchmal nur fünf Minuten, manchmal den ganzen Tag. Mehr als drei oder vier Tage Ferien am Stück habe er in den letzten Jahren nicht gemacht.

Selber länger in die Ferien

«Ich freue mich, in Zukunft auch mal länger in die Ferien zu können», sagt Jean-Marie Buchs jetzt. Er gibt das Amt auf, weil jetzt der richtige Zeitpunkt dafür sei. Buchs ist mit 65  Jahren im Pensionsalter. Er werde aber sicher nicht ganz weg sein. Denn er verwaltet weiter das Ferienheim Höfli. Und er will seiner Nachfolgerin Barbara Schorro in der Anfangszeit beratend zur Seite stehen.

«Ich war von klein auf am Tourismus interessiert und an den Gästen, die von auswärts kamen.»

Jean-Marie Buchs

Tourismusdirektor von Jaun

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